Die Lunigiana.
Die Lunigiana bietet das Erlebnis einer anderen Welt,
eine Reise in die Vergangenheit
Es ist wie in einem Roman: ein verborgener Mechanismus
öffnet eine Geheimtür zu einer zeitlos schwebenden
Landschaft, die den Geist der Vergangenheit verströmt.
Wer immer ihn verspürt, wird seiner Faszination
erliegen und an dieser Erfahrung wachsen.
Die Lunigiana, das Tal des Mondes, beschenkt ihre
Besucher mit Momentaufnahmen der Geschichte. Zahlreiche
Reisende durchquerten diesen Landstrich mit seinen
klaren Wasserläufen, seinen grünen Ruhepolen
aus Kastanien- und Buchenwäldern; dies ist seit
jeher sein Schicksal als Durchgangs- und Grenzland,
das daher verteidigt werden musste. Dieser Ansicht
waren die römischen Gründer Lunis und auch
diejenige, die sich später durch die Via Francigena,
die Fränkische Straße, den Zugang zum Meer
sicherten.
So kommt es, dass das Landschaftsbild hier von Schlössern,
Burgen und befestigten Weilern geprägt ist. Von
den einst etwa 160 Anlagen aus der Feudalzeit mit
ihrem Übermaß an Feinden und kleinen, kriegerischen
Feudalherren sind heute noch einige Dutzend übrig,
die beredtes Zeugnis von ihrer Epoche ablegen. Diese
Stimmen der Vergangenheit sprechen zu allen Besuchern
mit einem empfänglichen Ohr für die geflüsterten
Offenbarungen stolzer, geheimer Städte. Intensive
Emotionen für alle Freunde der Faszination jahrtausendealter
Geschichten.Denken Sie nur an das Mysterium der aus
der Vorgeschichte aufgetauchten Statuen-Bildsäulen,
Stein gewordene, stilisierte Götzen, bei deren
Anblick den Betrachter ein unwillkürlicher Schauder
überläuft. Was stellen sie dar? Gottheiten
oder Häuptlinge, Symbole oder schwer bewaffnete
Krieger mit ihren reich geschmückten, üppigen
Frauen?
Eine noch offene Frage, ein ungelöstes Rätsel.
Ein Landstrich der Durchreise, wie gesagt, mit einer
Tradition der Kommunikation und Aufnahme der Reisenden
von damals und heute. Land und Leute sind hier einzigartig
und gastfreundlich, betrachten sich weder als toskanisch,
noch als ligurisch oder emilianisch, sind einfach
sie selbst und haben eine schlichte, schmackhafte
Küche hervorgebracht, die den Besucher mit Testaroli
und Panigacci, Olivenöl, Honig und Weinen wie
dem bekannten Candia verwöhnt und so eine weitere
Brücke in dieses verzauberte Tal schlägt.