Prato.
Vielfalt an Landschaften und Umgebungen versunken in traumhaften Bergerhöhungen. Das und noch viel mehr ist die Provinz Prato.
Das Bisenziotal und der Streifen von Montemurlo waren Schauplatz der Invasion durch die Langobarden im VI Jahrhundert n. Chr.. Vermutlich haben aber schon früher die Etrusker und Römer diese Zone besiedelt. Davon zeugen zahlreiche Funde in Galceti, die archäologischen Gebiete von Artminio und der antike Name “pagus Cornius“ der diesen Orten gegeben wurde.
Um das Jahr 1000 formten sich zwei Siedlungen: das Borgo am Cornio und das Pratum der Grafen Alberti. Danach wurden die zwei Stadtmauern erbaut. Zur gleichen Zeit etwa war Prato Austragungsort der Kämpfe zwischen Guelfi und Ghibellini. Später fiel das Gebiet Plünderungen spanischer Truppen zum Opfer. Mit der Gründung der Diözese im Jahre 1653 wurde Prato zur Stadt erklärt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man mit der Verarbeitung von Wolle, die Prato in der ganzen Welt gemacht hat.
Die Provinz Prato wurde erst im Jahr 1992 gegründet, dennoch ist sie voller Geschichte und weist alle typischen Eigenschaften der Natur der Toskana auf. Sie umfasst das Tal des Flusses Bisenzio und die Erhöhungen der Appeninen und reicht bis zu den nördlichen Hügeln der Stadt und den Hängen des Montalbano. Diese sind reich an Olivenfeldern und Weinbergen.
Jede Ortschaft im prateser Hinterland ist einzigartig in seiner Landschaft und seinen künstlerischen Ausdrücken. Überall sind Zeugnisse aus der Zeit der Etrusker und alten Römer sowie des Mittelalters und der Renaissance zu finden. Die erste Gemeinde im Bisenziotal ist Cantagallo, die zugleich größte Gemeinde des pratischen Appenins. Hier erzählt man sich Legenden über den prunkvollen Felsen von Cerbaia. Anliegend findet man den Naturschutzpark von Acquerino Cantagallo, dessen Symbol der Hirsch ist.
Die Gemeinde Carmignano dagegen war das Zentrum der Etrusker von Artminio im VII bis I Jahrhundert v.Chr.. In der Pfarrei von San Francesco kann man das Gemälde "Visitazione" des Males Pontorno besichtigen. Von hier aus gelangt man in weitere Ortschaften wie Bacchereto, die bekannt ist für seine Keramiköfen. Auch Verghereto mit seine antiken Kirche von San Pietro und San Giusto sind sehr sehenswert. Neben Montemurlo, findet man das Schutzgebiet von Monteferrato, das durch seine besondere Artenvielfalt beeindruckt.
Gastronomie
Das traditionelle Gericht hier, ist der “Sellerie alla pratese”, im Wasser gekochter Sellerie der gefüllt wird mit Putenleber, Kalbsfleisch, Eiern und Gewürzen. Das Ganze wird frittiert und mit Hackfleischsauce verspeist.
Ausgezeichnet schmeckt auch die Wurstware wie die Mortadella, Finocchiona und die mit Fenchelkörnern verfeinerte Salami.
Bei den Desserts sind die Cantucci di Prato, die torta mantovana, die zuccherini di Vernio und das castagnaccio (aus Kastanienmehl, Rosinen und Pinienkernen) hervorzuheben. Typische Weine sind der Carmignano Docg, der Ruspo, der Pinot Nero und der Vinosanto.
Traditionelle Feste
Am 8. September feiert man das Fest der Heiligen Cintola della Madonna mit Fahnenspielen und Armbrustschießen. Interessant ist auch die Messe von San Giuseppe. Es ist viel mehr ein Markt auf dem Pflanzen und landwirtschaftliche Geräte angeboten werden. Im Bisenziotal findet dagegen der sogenannte Makt des Viehs statt.