Die toskanische Küche präsentiert sich wohltuend
unkompliziert und lebt von ihren frischen Zutaten. Einfach
und rustikal, aber keineswegs langweilig sorgen die regionalen
Köstlichkeiten im Zusammenspiel mit dem berühmten
Wein für Genuss. Es ist stets ein komplettes Menü,
das die toskanischen Speisekarten dem Gast offerieren. Eine
Mahlzeit besteht traditionell und für die Toskaner noch
immer selbstverständlich aus mehreren Gängen. Es
ist ein Fest, in der Toskana zu speisen. Zeit, ein gesunder
Appetit und auch etwas Geld sind unverzichtbare Voraussetzungen,
um in den kulinarischen Besonderheiten der Toskana zu schwelgen.
Möglichst frisch und gemäß der Saison
werden die Zutaten verwendet, dank der Verbundenheit mit
den bäuerlichen Traditionen. So müssen lediglich
die Aromen betont, der Eigengeschmack verfeinert werden.
Dem feinen Olivenöl der Region kommt hier eine besondere
Bedeutung zu, die toscanische Küche lässt sich
ohne diese Komponente kaum vorstellen.
Gemüse wird viel und gern verwendet, doch beim Hauptgang
scheint Fleisch oder Fisch unersetzbar. Wild, Geflügel
aller Art, Rind, Schwein oder Lamm wird zumeist gegrillt
und bildet die Grundlage verschiedenster regionaler Spezialitäten.
Das toskanische Brot.
Brot gehört untrennbar zum Essen in der Toskana dazu.
Kein Tisch, auf dem das ungesalzene, weiße Brot mit
der kräftigen Kruste fehlt. Das Nahrungsmittel findet
frisch, aber hart oder altbackenen Verwendung. Es gehört
zu jeder Mahlzeit, wird pur gegessen, geröstet als
Antipasti, in Suppen, Salaten und Desserts.
Wein.
Wer kennt sie nicht, die hervorragenden Weine der Toskana?
Böden und Klima lassen hochwertige Rebsorten reifen.
Berühmt ist der rubinrote Chianti, auch die Super-Toskaner
und regionale Spitzenweine versprechen höchsten Genuss.
Toskanisches Olivenöl extravergine.
Die Präsenz von Olivenbäumen charakterisiert die ganze Landschaft der Toskana, ebenso wird die lokale Küche vom Verwenden des einzigartigen Olivenöls charakterisiert. In Eturia wurde schon um das VII Jh. v. Chr. Olivenöl hergestellt. Die Kultivierung von Oliven und die Produktion von Olivenöl im großen Stil begann in der Toskana bereits am Ende des Mittelalters. Davon zeugen heute erhalten gebliebene landwirtschaftliche Verträge und eine Reihe von Gesetzen mit denen man die Produktionen regulierte.
Den größten Aufschwung erlebte man jedoch ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis Mitte 20. jahrhundert. Die Anbaufläche von Oliven erreichte 1929 eine Fläche von 239.000 ha Land. Gegen Ende der sechziger Jahre gab es hier 25 Millionen Olivenbäume, ein Viertel davon allein in der Provinz Florenz. Zur Zeit werden in der Toskana etwa 14 Millionen Olivenbäume von circa 70.000 landwirtschaftlichen Betrieben kultiviert.
Die Herstellung des Olivenöls Extra Vergine sieht es vor, dass die Ernte der einzelnen Oliven mit Händen geschieht, mit Hilfe von Leitern, Kämmen und Netzen. Die Erntezeit der Oliven beginnt im November und dauert etwa bis zum Ende des Dezembers. Die Farbe des toskanischen Olienöls ist tendenziell grün, der Geschmack ist typischerweise fruchtig. Schon zu den Weihnachtsfesten kommt hier das frische Olivenöl auf den Tisch und spielt eine fundamentale Rolle bei einer Vielzahl von Gerichten.
Das Olivenöl in der Toskana wird mit der so genannten “frantoio“ (Ölpresse) ohne Zusatz irgendwelcher chemischer Mitteln hergestellt. Dieses reine Produkt hat solch charakteristische Eigenschaften, dass es zur geschützten Marke erklärt worden ist und das Siegel IGP erhielt.