Arezzo.
Die Provinz Arezzo beeindruckt, verzaubert und fasziniert mit ihren unberührten und ruhigen Landschaften und Kunstschönheiten.
Die Provinz wurde bereits von den Etruskern besiedelt und wurde später zum strategischen Zentrum der alten Römer. Heutzutage führen Wanderwege vorbei an der Kathedrale (besitzt wertvolle antike Kunstwerke), an der mittelalterlichen Festung, an der Piazza Grande und an den mittelalterlichen Wachtürmen. Ebenso das Loggiato Vasariano, eines der wichtigsten architektonischen Bauwerke der Renaissance, kann man in dieser zauberhaften Provinz besichtigen.
Ganz in der Nähe steht das Herrenhaus der Fraternitá dei laici und die Kapelle Bacci nella Basilica di San Francesco. In dieser Kapelle kann man die herrlichen Fresken des Künstlers Piero della Francesca bewundern. Die Fresken sind Beispiel der hohen Malkunst der Renaissance und zeigen die Legende des Kreuzgangs Christi.
Die Provinz Arezzo liegt zwischen dem Berg Falterona (nördlich des Sees Trasimeno), dem Gebirge von Chianti und dem Lunagebirge. Man kann die Provinz in mehreren Gebieten aufteilen: dem Casentino, dem Chiana-Tal und dem Tiber-Tal. Die Provinz besitzt eine Reihe von Nationalparks und Naturschutzgebieten. Diese ermöglichen es dem Besucher ins Grüne einzutauchen, zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Mountainbike.
Das Casentino
Das Casentino liegt am oberern Teil des Arno und wurde früher von Feudalherren regiert. Das Land besitzt eine mystische Schönheit. Hier zog sich früher der heilige Franziskus zurück um zu beten. Auf dem Berg Verna empfing er die Stimme Gottes. Heute befindet sich hier ein Wallfahrtsort , der sogenannte „Santuario della Verna“. Jährlich kommen zahlreiche Pilger um an der täglichen Prozession “delle Stimmate“ (Gotteseingebungen) teilzunehmen und das Konvent zu besichtigen. Nahegelegen sind auch die Kapellen von San Sebastiano, von Croce (in ihr lies sich um 1224 der heilige von Assisi eine Zelle erbauen) und Santa Maria degli Angeli (mit dem angeschlossenen Kloster aus dem 15. Jahrhundert).
Von hier aus sollte man hinabgehen in die Ortschaft Bibbiena. Dort kann man den Turm von Tarlati und das Tor des Schlosses der Fabbri aus dem XI Jahrhundert bewundern. Verlässt man das Ortszentum erreicht man die Kirche Santa Mari del Sasso die aus der Zeit der Renaissance stammt.
Das Arno-Tal
Vom Dorf Montevarchi, vorbei am Varchi-Platz der nach dem bekannten Humanisten Benedetto Varchi benannt wurde, kommt man nach San Giovanni Valdarno. Dort sollte man sich das Herrenhaus Palazzo Pretorio aus dem 13. Jahrhundert ansehen. Von der Basilica von Santa Maria delle Grazie gelangt man zum Museum der Basilica.
Auch der Name Leonardo da Vinci ist mit diesem Gebiet stark verbunden. Er wanderte des öfteren genau in diesen Gegenden und an der Brücke von Buriano fand er Inspiration für viele seiner Bilder. Von dieser berüchtigten Brücke aus gelangt man ins Reich des Wassers und der Wälder, nämlich in das Naturschutzgebiet des Inferno-Tals und das Sumpfgebiet von Ponte a Buriano und Penna.
Das Tiber-Tal
Die Liebhaber von Ausflügen in die Natur werden sich sicherlich nicht die Gelegenheit entgehen lassen um über das Santa-Tal direkt durch den Nationalpark ins Tiber.Tal zu wandern.
Wie schon der Name zu verstehen gibt, fließt der Tiber das Tal entlang. Hier im mittelalterlichen Zentrum San Sepolcro wurde der Künstler Piero della Francesca geboren, während in Caprese der große Meister der Renaissance Michelangelo zur Welt kam. Es gibt eine Menge von Monumenten die man sich hier ansehen sollte: die Kathedrale, das Kloster der Vescovado, die Kapelle von Fonte battesimale (hier soll Piero della Francesca begraben sein), Palazzo delle Laudi, und noch vieles mehr.
Das Chiana Tal
Das Chiana-Tal wird von der königlichen Chiana durchflossen und reicht bis in die Provinz von Siena. Zentrum des Tales ist Cortona, von dem aus zahlreiche Kunst- und Glaubenspfade beginnen: die Basilika von Santa Margherita und der Wallfahrtsort von Francescano delle Celle; das mittelalterliche Herrenhaus Palazzo Comunale, Palazzo Casali, das Mueseum der Diözese. Etwas außerhalb des Zentrums findet man etruskische Gräber des VI Jh. v.Ch., die Meloni I und II del Sodo. In Richtung Foiano della Chiana kann man die antike romanische Kirche, die Abbazia di Santa Maria, besichtigen.
Gastronomie
Duft und Geschmack einer antiken Zeit. Im Casentino sollte man die Suppen ‘scottiglia’ und acquacotta probieren oder die Tortelli mit Kartoffeln oder Ricotta. Zu empfehlen sind auch der geräucherte Schinken und der Waldhonig. In Anghiari dagegen gibt es die `bringoli`, eine Art rote Spaghetti mit Hackfleischsauce mit dem Fleisch der Gans. Beliebte Beilagen sind hier Pilze und Trüffel.
Arezzo ist natürlich auch aufgrund seiner Weine bekannt: Chianti, Chianti colli Etruria Centrale, Valdichiana und Vinsanto del Chianti um nur einige zu nennen.
Feste und Traditionen
In Arezzo findet jährlich ein Ritterfestspiel statt, die ‘Giostra del Saraceno’. Am ersten Sonntag im Juli organisiert das Viertel von Porta Faro ein mittelalterliches Festessen. In der Gemeinde Caprese a Michelangelo feiert man im Oktober das Fest zur Ernte der Kastanie. In San Sepolcro feiert man im September das Palio della Balestra.