Diözesanmuseum Hofburg Brixen.
Seit 1976 befindet sich das 1901 gegründete Diözesan-
museum in der Hofburg in Brixen. Die Hofburg, nach
1250 als Residenz der Fürstbischöfe von
Brixen erbaut, diente bis 1964 als Bischofssitz. Von
ihrer Geschichte zeugen Einrichtungs- gegenstände,
Textilien, Baupläne, Karten, Urkunden und Bilder
in der historischen Abteilung. Die Kunstabteilung
zeigt in Plastik, Malerei und Kunstgewerbe die Entwicklung
sakralen Kunstschaffens von der Romanik bis zur Moderne.
Überregionale Bedeutung haben die reiche Sammlung
romanischer Kruzifixe und Madonnen, die Vielfalt gotischer
Skultpuren und Tafelbilder, ergänzt durch mittelalterliche
Handschriften. Im Domschatz werden kostbare Gold-
schmiedekreuze und Elfenbeinkunstwerke gezeigt. In
der Kunst der Spätgotik im Brixner Raum dominiert
das Schaffen Michael Pachers und Hans Klockers, wovon
qualitätvolle Werke zeugen. Erst gegen 1530 öffnet
sich die lokale Kunst der über Augsburg und Nürnberg
gebrachten Renaissance. Der Rundgang führt auch
durch die barocke Hofkirche, die von Cristoforo Benedetti,
J.G.D. Graßmair und Kaspar Waldmann ausgestattet
wurde. Von großer Bedeutung ist schließlich
auch die Sammlung der Tiroler Barockmaler, aus dem
das Werk von Paul Troger hervorsticht. Die Krippensammlung
beherbergt einmalige Großdarstellungen von Franz
Xaver Nißl und Alois Porbst von 1790 sowie künstlerisch
wertvolle Krippen vom 18. Jh. bis Mitte des 20. Jhs.