SiracusaNoto.
Die Stadt entstand 1703, auf der linken Seite des
Flusses Asinaro, 6 km südöstlich von Noto
Antica, das beim Erdbeben von 1693 zerstört worden
ist.
In der Klassik war sie ein von Syrakus abhängiger
Ort, anschließend römische Kolonie. Während
der Herrschaft der Araber wurde Noto die Hauptstadt
des Noto-Tales.
Nach dem Exodus der Bevölkerung und der dem Erdbeben
von 1693 folgenden schweren Wirtschaftskrise wurde
die Stadt nach originellen städtebaulichen Kriterien
wieder aufgebaut und konnte sich demographisch, kulturell
und wirtschaftlich langsam erholen. Die Rolle der
Hauptstadt des Noto- Tales mußte sie dennoch
1817 an Syrakus abtreten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hat die Bevölkerung
die Altstadt nach und nach verlassen, und südlich
der Altstadt sind zahlreiche neue Stadtviertel entstanden.
Sehenswertes in Noto.
Wenn man von Osten durch die Porta Reale in die Stadt
kommt, kann man den Corso Vittorio Emanuele entlanggehen,
in dem zahlreiche Bauten aus dem 18. Jh. stehen, die
von hohem künstlerischem Wert sind.
Hierbei handelt es sich um die San Francesco-Kirche
mit dem ehemaligen Franziskanerkloster, das Benediktin-erkloster,
dessen architektonische Komponente besonders beeindruckend
ist. Im Haus Nummer 134 des Corso Vittorio Emanuele
ist das Städtische Museum - untergebracht, in
dem zahlreiche statu- en von Gian Domenico Gagini
aus dem 15. Jh. und archäologische Funde aus
prähistorischer, griechischer und römischer
Zeit ausgestellt sind.
Man geht am ehemaligen Benedikti- nerinnen-Kloster
vorbei, in dessen Räumen die Ausstellung der
zeitgenössischen Kunst des Städtischen Museums
untergebracht ist, besichtigt die Santa Chiara-Kirche,
in der sich eine wertvolle Madonna von Antonello Gagini
befindet, und gelangt zum Ducezio-Palast mit seinem
schönen Portikus.
Hier hat das Rathaus seinen Sitz. Der Palast wurde
von Vincenzo Sinagra entworfen und sein Inneres von
Antonio Mazza mit Fresken im klassizistischen Stil
geschmückt.
Gegenüber dem Ducezio- Palast liegt der szenographische
Platz, an der sich auch der Dom befindet, der San
Nicolò di Mira geweiht ist Am Abend des 13.
März 1996 stürzte die Kuppel des Dornes
ein, sowie auch die architektonisch bemerkenswerten
drei Schiffe des Kircheninnern, das mit prächtigen
Marmoraltären, erst in jüngerer Zeit angebrachten
Fresken und einer silbernen Urne aus dem 16. Th. mit
den sterblichen Resten von San Corrado Confalonieri,
des Schutzheiligen von Noto, ausgestattet ist.
Der Platz wird durch den Erzbischöflichen Palast
aus dem 19. Jh., die Salvatore-Kirche und das dazugehörige
Kloster und den Landolina-Palast aus dem 18. Jh. in
seinem Gesamtbild vervollständigt.
Eine links des Platzes verlaufende Straße führt
zu dem im 17. Jh. erbauten Nicolaci- Villadorata-Palast,
in dem heute die Bibliothek untergebracht ist, der
wegen seiner grottesken, in den Stein gehauenen Figuren,
die die barocken Balkone stützen, berühmt
geworden ist.
Wenn man nun wieder zum Corso Vittorio Emanuele zurückkehrt,
kann man hier die San Carlo geweihte Chiesa del Collegio
bewundem, an die sich die Piazza XXIV Maggio anschließt,
an der die San Domenico- Kirche mit der konvexen Fassade
aus honigfarbenem Tuffstein und das ehemalige Dominikanerkloster
stehen. Das Innere der Kirche hat einen zentrischen
Grundriß und fünf im Rokoko-Stil verzierte
Kuppeln.
Wenn man sich nun in den höher gelegenen Teil
der Stadt begibt, läuft man durch die engen,
verwinkelten Straßen und Gassen arabischer Bauart,
man kommt schließlich zur Via Cavour, in der
wunderschöne barocke Kirchen und Paläste
mit prachtvollen Fassaden stehen.
Die weiter ansteigende Straße kreuzt die Via
Sallicano (auch hier sind prächtige Fassaden
von verschiedenen Barockbauten) und mündet in
der Piazza Mazzini, an der die Crocifisso-Kirche mit
einem prachtvollen Mittelportal steht. Im Inneren
ist inmitten von Stuck und Gemälden die Madonna
della Neve zu sehen, ein wertvolles Kunstwerk von
Francesco Laurana.