Segesta.
Das Wahrzeichen der antiken Stadt ist ein dorischer Tempel, der auf einem Hügel des Monte Babaro errichtet wurde. Auf Grund seiner Schönheit ist er mit dem Parthenon oder einem Theater vergleichbar und erinnert zugleich an die griechische Vergangenheit von Segesta.
Eine antike und aristokratische Stadt
Wenige Kilometer südlich von Palermo befindet sich im sizilianischen Hinterland der archäologische Park des antiken Segesta, das bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. zwischen Griechen und Karthagern streitig gemacht wurde. Zur Ausgrabungsstätte gelangt man über eine leichte Steigung, die zu den Ruinen führt. Von dort hat man einen wunderbaren Ausblick auf das Meer im Süden Siziliens. Der Tempel und das antike Theater sind alles, was von der einstigen Stadt noch übrig ist; doch vor Kurzem wurden Spuren der Siedlung mit einem viereckigen Wachturm, einer Tür und einer Befestigungsmauer entdeckt. Aus diesen Funden kann man auf die einstige Macht und den Reichtum der Bewohner von Segesta schließen. Die Stadt wurde von den Elymern gegründet und von den Barbaren und anschließend von den Sarazenen zerstört. Der mitten im Grünen thronende Tempel ist ohne Zweifel das beeindruckendste Denkmal. Seine heute noch erhaltenen 36 dorischen Säulen stützen die zwei Giebel. Aber auch das Theater, das auf der Nordseite des Monte Barbaro thront, ist in einem guten Zustand und bildet vor allem im Sommer die Kulisse für griechische Tragödien in italienischer Sprache. Der Zuschauerraum, der heute noch benutzt wird, ist vollständig in den Bergfelsen gehauen. Der Ort, dessen Stille nur vom Gesang der Zikaden unterbrochen wird, bietet einen wunderbaren Ausblick auf das ganze Gebiet, das von Bergen umgeben ist und einst von weiteren griechischen Siedlungen durchzogen war.
Die Anfahrtsroute
Segesta kann man leicht von Palermo aus oder aber vom nahe gelegenen Calatafimi erreichen. Ein Abstecher in das Städtchen Calatafimi, das der Legende nach von den Trojanern gegründet wurde, lohnt sich auf alle Fälle. Es hat nämlich ein sehenswertes mittelalterliches Schloss sowie zwei interessante Kirchen aus dem 16. Jh. - San Michele und Chiesa Madre - zu bieten. Von Segesta kann man dann einen Shuttlebus zum Eingang der archäologischen Stätte nehmen.