PalermoIsnello.
Das Ortsgebiet war bereits in prähistorischer
Zeit besiedelt, was durch die in der Chiusilla-, der
Fico-und der Roccazzo-Grotte gemachten Funde bewiesen
wird. Der mittelalterliche Ort entstand im 13. Jh.
um das Kastell herum. Er gehörte zum Feudalbesitz
der Abbate, der Filangeri, der Ventimiglia und der
Santacolomba.
Sehenswertes. Die in der Dorfmitte befindliche Pfarrkirche
San Nicola di Bari stammt aus dem 14. Jh., wurde aber
in den folgenden Jahrhunderten erheblich verändert.
Im Inneren der Kirche sind einige interessante Werke:
Gemälde von Giuseppe Salerno, in der Addolorata-Kapelle
die Geschichten der Urväter darstellende Fresken
von Antonio Ferraro; die Stuckarbeiten des Presbyteriums
von Giuseppe Li Volsi aus dem 17. Jh.
Wertvolle und erlesene Schnitzarbeiten sind am Chor
und der Orgel in vergoldetem Holz zu sehen. Im linken
Kirchenschiff ist ein Domenico Gagini zugeschriebenes
Ziborium.
Im ältesten Ortsteil steht die mittelalterliche
San Michele-Kirche aus dem 14. Jh. Die Holzdecke des
Inneren aus fein bemalten Paneelen ist in beiden Schiffen
angebracht; die Orgel und die Stuckarbeiten im Presbyterium
stammen aus dem 18. Jh.
Besonders bemerkenswert sind das Holzkruzifix von
Frà Umile da Petralia und das Bild der Vierzig
Märtyrer von dem Lahmen von Gangi (Giuseppe Salerno),
doch auch andere Gemälde und Skulpturen sind
durchaus sehenswert.
An der Piazza dei Caduti steht die Rosario-Kirche,
die im 16. Jh. die Palastkapelle der Grafen von Isnello
wurde. In ihr befinden sich verschiedene Gräber
dieser Familie und ein die Madonna del Rosario darstellendes
Gemälde aus dem 16. Jh. von Simone de Wobreck.
Am Ortseingang sieht man eine Bronzestatue La Madre
Madonita aus dem Jahre 1987 vom örtlichen Künstler
Pietro Giambelluca. Sie symbolisiert die kulturelle
Identität, die Wurzeln, die Traditionen und den
Willen der Bewohner von Isnello.