PalermoCiminna.
Auf dem Gemeindegebiet sind Funde gemacht worden,
die ein Beweis für das Vorhandensein römischer
und punischer Siedlungen sind.
In arabischer Zeit befand sich hier vielleicht der
Weiler Hasù, der vom Geographen Edrisis erwähnt
wird.
Der Ort wuchs um das Normannenkastell und gehörte
zum Feudalbesitz des Metteo Sclafani, der Ventimiglia
und der Griffeo.
Sehenswertes. Die San Domenico-Kirche befindet sich am
Ortseingang. In ihr ist eine Holzstatue der Rosenkranzmadonna
und ein Ziborium aus dem Jahre 1521 sowie eine Madonnenstatue
aus dem Jahre 1533 von Antonello Gagini.
Die San Pietro del Purgatorio-Kirche hat ein schönes
Polyptychon der Gottesmutter und der Heiligen aus
dem 15./16. Jh. In der San Francesco-Kirche befinden
sich ein ganz besonderes Kru- zifix von Antonello
Gagini (1521) und Gemälde von Künstlern
aus Cinisi wie Pasquale Samello, 19. Jh.
Die der Heiligen Magdalena und anderen Heiligen geweihte
Pfarrkirche mit mittelalterlichem Grundriß wurde
im 16. Jh. dem spätgotischen Geschmack entsprechend
ziemlich stark verändert und umgebaut. Aus dieser
Zeit ist die Rosette an der Fassade und ein mit Flachbogen
ausgestattetes Portal erhalten geblieben.
Der Kampanile ist aus dem Jahre 1519. Das Innere ist
nach barocken Idealen verändert worden und besteht
aus drei Schiffen. Bemerkenswert ist die reiche Stuckverzierung
des Hauptteils von Scipione Li Volsi und seinen Brüdern
aus dem Jahre 1622 und der Holzchor mit wunderschönen
Schnitzereien von Giuseppe Dottolino aus dem Jahre
1619. Eine von Simone de Wobreck angefertigte Kopie
des Spasimo von Raffaello ist in der Kapelle des rechten
Seitenschiffes unterge- bracht.
Interessant ist auch die Kirche von San Giovanni Battista
aus dem 17. Jh., die vom Architekten Paolo Amato aus
Ciminna entworfen wurde und in der sich ein wertvolles
Holzkruzifix aus dem 16. Jh. und ein Triptychon der
Madonna dell'Udienza befinden.