PalermoBagheria.
Der Ort entwickelte sich um eine Villa herum, die
Giuseppe Branciforte, Fürst von Butera, im Jahre
1658 errichten ließ.
1769 erbaute Salvatore die zwei senkrecht zueinanderstehenden
Straßen Corso Butera und Corso Umberto I., entlang
derer sich der spätere Ort entwickelte.
Sehenswertes. Berechtigtermaßen berühmt sind
die Villen von Bagheria, vor allem die von Giuseppe
Branciforte di Butera im Jahre 1658 errichtete Villa
Butera.
Sie liegt am Ende des Corso Butera. Sie wirkt streng,
wie eine Festung, was vormals durch zwei, heute nicht
mehr existierende Türme betont wurde. Eine neue
Fassade wurde von Salvatore Butera im Jahre 1769 angelegt.
Die aus dem Jahre 1736 stammende Villa Cattolica hat
ebenfalls ein sehr strenges Äußeres. Hier
ist die Städtische Galerie für Moderne und
Zeitgenössische Kunst untergebracht, in der unter
anderen auch Gemälde von Renato Guttuso ausgestellt
sind, dessen Grabmal sich im Park der aus dem Jahre
1721 stammenden Villa Valguamera befindet. Sie wurde
von Tommaso Maria Napoli geplant und ist von einem
großen Park mit einem doppelten Halbrund vor
der konkaven Fassade umgeben. Die aus dem 18. Jh.
stammende Villa Villarosa des Architekten Venanzo
Marvuglia hat einen schönen klassizistischen
Säulengang. Und schließlich die aus dem
Jahre 1715 stammende Villa Palagonia der Architekten
Napoli und Daidone, die auch Ungeheuervilla genannt
wird, weil sie von beeindruckenden Menschen- und Fabelwesen
umgeben ist. Sie wurden auf Wunsch von Ferdinand Gravina
Altavilla, der die Villa von seinem Onkel, dem Fürsten
von Palagonia geerbt hatte, aus Sandstein angefertigt.
Bemerkenswert ist weiterhin der im Corso Butera gelegene
Inguaggiato-Palast aus dem Jahre 1770, der aus dem
schönen goldfarbigen Gestein der Umgebung erbaut
wurde.
Eine neue große und modeme Kirche, San Pietro
Apostolo, wurde 1998 eingeweiht.