MessinaStromboli.
Vulkanischen Ursprungs (vielmehr: die Insel ist der
Vulkan) ist sie fast völlig gebirgig, in der
Mitte erhebt sich der höchste Gipfel bis 926
m, genannt Serra Vancori, der Rest eines antiken Kraters.
Nördlich von Serra Vancori befindet sich der
Krater Cima, 918 m hoch, und noch weiter nördlich
der jetzige Krater mit diversen Eruptionsspalten,
Lavaströmen, Kämmen und Konglomeraten.
Die vulkanische Tätigkeit ist hauptsächlich
explosiv mit Auswurf von Schlacke und Materialien;
manchmal sieht man Magmaströme, die entlang der
Feuerrinne (sciara del fuoco) verlaufen. Die Lava
bietet ein prächtiges Schauspiel - brennende
Ströme, die zum Meer fließen, zusammen
mit dichtem Dunst und Asche: in der Nacht fließen
die Lavaströme und die Ströme glühender
Materie von den Gebirgsausläufern ab und schaffen
Lichtspiele, fließend in tausend Mäandern,
die Finsternis mit ihrem intensiven Schein durchbrechend.
Die Feuerrinne ist durch mächtige feste Lavabänke
begrenzt, die glühenden: Ströme bis zum
Meer leitet, somit sind die Einwohner der Insel nicht
in Gefahr. Außerdem gibt es viele schöne Hotels in Sizilien.
Wenn auch der nördliche Teil der Insel rauh und
steinig ist, so zeigt sich der östliche Abhang
mit einer lieblicheren Landschaft, mit sanften grünbewachsenen
Hügeln, sowie Olivenhainen und Weinbergen, die
den süßen Malvasia hervorbringen. Die Kapernpflanzen
mit ihren feinen Blüten wurzeln entlang der Felsen
und schaffen eine für die Insel typische Vegetation.
In der Mitte liegen die weißen Häuser mit
den niedrigen Mauern verstreut, ganz nach dem in diesen
Orten wiederkehrenden Modell.
Sehenswertes. Die Kirchen San Vincenzo Ferreri
und San Bartolomeo mit ihren Fassaden, Glockentürmen
und Kuppeln erheben sich über der Ortschaft.
Zwischen den Anlegestellen von Ficogrande und Scari
hat man eine griechische Nekropolis aus dem 4./3.
Jh. v. Chr. entdeckt, mit einem Fundus an Töpfen
und Tongefäßen aus dem Theater, die Charaktere
aus den Komödien des Menandros darstellen.
Im südlichen Teil der Insel lohnt sich der Besuch
des malerischen Fleckens Ginostra. Man hat dort auf
dem Hügel Ginostra eine vorgeschichtliche Siedlung
der Capo-Graziano-Kultur entdeckt (17./16.Jh. v. Chr.).
Außer der kompletten Inselrundfahrt kann man
einen vorsichtigen Ausflug zum aktiven Krater machen,
an den man nach einem Aufstieg von 3 Stunden gelangt
(besser in Begleitung eines Örtlichen Führers)
oder die Besichtigung der Feuerrinne (Sciara del Fuoco)
vom Boot aus.
Eindrucksvoll ist der Ausflug nach Strombolicchio,
ungefähr 112 Seemeile von Stromboli entfernt,
ein riesiger Felsen der von seinem Aussehen her an
eine mittelalterliche Burg erinnert.
Die Spitze in 43 m Höhe wurde eingeebnet. Man
gelangt über eine lange Treppe dorthin, die zum
Teil gebaut und zum Teil in den Felsen eingehauen
wurde.