MessinaCastroreale.
Die Araber errichteten hier eine kleine Festung, die
dann unter Friedrich II. erweitert wurde.
Die Stadt breitete sich innerhalb der Festungsanlage
aus und erlangte ihre größte Ausdehnung
im 15. und 16. Jh. Das Gebiet war schon in länger
zurückliegenden Zeiten besiedelt gewesen, wie
archäologische Fundstücke beweisen.
Sehenswertes. Die Kirchen zeigen fast alle interessante
Motive. Die Pfarrkirche auf der Piazza Marconi ist
der Maria Assunta geweiht. Sie wurde im 15. Jh. erbaut
und in den folgenden Jahrhunderten umgestaltet, vor
allem im 17. Jh.; die Seitenansicht, die auf den Aussichtspunkt
dell'Aquila hinausgeht, zeigt ein schönes Marmorportal
aus dem Jahre 1518. Das Innere ist in Kreuzform angelegt,
mit drei Kirchenschiffen, die durch Säulen unterteilt
sind. Es gibt eine Statue der Heiligen Maria mit Jesus
von 1501 des Antonello Gagini; ein Weihwasserbecken
von 1530; einen geschnitzten Chor von 1612 und zahlreiche
Gemälde. Im Kirchenschatz sind geheiligte Gegenstände
aus Silber von einigem Wert aufbewahrt.
Über einige Freitreppen, die von der Via Trieste
zur Via Cesare Battisti führen, gelangt man zum
Kapuzinerkolleg aus dem 18. Jh., wo sich die Kirche
Santa Maria delle Grazie befindet. Über dem Hauptaltar
hängt eine Bildtafel aus dem 16. Jh.: die gnadenreiche
Madonna.
Von der Via Guglielmo Siracusa, Hauptverkehrsachse
der antiken Stadtstruktur, kommt man zur Kirche Santa
Marina aus dem 16. Jh., die einen mittelalterlichen
Turm hat.
In der Nähe liegt die Kirche Sant'Agata aus dem
15. Jh., sie wurde im 16. Jh. umgebaut. Im Innern
befinden sich sehr schöne Skulpturen: die Verkündigung
von Gagini aus dem Jahre 1519, ein Kruzifix des 18.
Jhs. aus Pappmaché und eine Statue der Heiligen
Agathe von Giovanni Angelo Montorsoli aus dem Jahre
1554.
Weiter trifft man auf der Via Siracusa auf das Oratorio
di San Filippo, mit einem schönen Portal aus
dem 17. Jh., über dem sich ein Balkon mit Konsolen,
auf denen tierische Motive (Seepferdchen, Löwen)
dargestellt sind, erhebt.
Dies ist der Sitz des Städtischen Museums, das
verschiedene Gemälde und Skulpturen bekannter,
weniger bekannter und unbekannter Künstler enthält.
Dann gelangt man zu Piazza, wo sich die Kirche SS.
Salvatore, das Leihhaus und das Gemeindehaus befinden.
Ein sehr schöner geschnitzter Altar des 17. Jhs.
ist in der Kirche della Candelora an der Piazza Garibaldi
zu sehen.
Ausflüge: Außer dem Ortsteil San Biagio,
gibt es die Überreste einer römischen Villa
des 1. Jhs. n.Chr. zu sehen, mit Malereien und Mosaiken
auf den Böden.