Lampedusa.
Viel Sonne, ein wunderschönes Meer und eine unbeschreibliche Landschaft auf einer Insel, die als Grenzland zwischen zwei Welten gilt: Das alles ist Lampedusa, der äußerste afrikanische Ausläufer in Italien.
Die vorwiegend aus Kalkstein bestehende Insel, die viel näher an der tunesischen als an der sizilianischen Küste liegt, gehört auch geologisch gesehen zur afrikanischen Kontinentalplatte.
Mit ihrem reichhaltigen Angebot erfüllt Lampedusa alle Wünsche der Touristen. Für jene, die Sonne und Meer genießen wollen, bietet sie herrliche Sandstrände und kristallklares Meer. Die Wassertiefen wiederum sind ein wahres Paradies für alle begeisterten Taucher und Schnorchler. Aber es gibt noch mehr Möglichkeiten um sportlich aktiv zu sein: Die wichtigsten sind Windsurfen, Kanu fahren, Segeln und Trekkingausflüge zu den Schluchten, die an den Strand und zu faszinierenden Flecken führen. Die Natur- und Tierliebhaber sollten es auf keinen Fall versäumen, die Meeresschildkröten zu beobachten, wenn sie am Strand dei Conigli ihre Eier ablegen, oder wenn die Falken und Möwen vorbeiziehen.
Lampedusa, das gemeinsam mit Linosa und Lampione zur Inselgruppe der Pelagischen Inseln gehört, erreicht man entweder mit dem Flugzeug oder dem Boot. Der Flughafen wird täglich von Palermo und Trapani aus angeflogen; in den Sommermonaten gibt es auch Flüge von Rom aus und den wichtigsten Anflughäfen im Norden Italiens. Die Fähre startet vom Hafen von Empedocle und die Überfahrt dauert ungefähr acht Stunden.
Die Highlights: Ein 3-4 stündiger Bootsausflug stellt die beste Gelegenheit dar, um die wahre Schönheit der Strände und der Buchten zu erleben. Die Küste am Nord- und Westhang ist steil und nicht zugänglich. Der Abschnitt im Osten und Südosten hat hingegen weniger steile Felsküsten, die wunderschöne Sandstrände freigeben. Die Insel ist weitgehend kahl. Das Angebot an Stränden umschließt kleinere sowie größere und viel besuchte Abschnitte. Cala Pisana und Cala Uccello sind zwei kleine Strände in der Nähe vom Flughafen, die an ein wunderbares Meer grenzen. Cala Maluk hingegen ist Teil einer ausgedehnten Bucht im Osten der Insel. Auf der Straße nach Capo Ponente erreicht man Cala Greca, die einen winzigen weißen Sandtrand zu bieten hat. Sehr reizvoll ist auch Cala Galera, die von den Touristen eigentlich zu unrecht viel zu wenig beachtet wird. Mare Morto wird seiner Ruhe wegen als totes Meer bezeichnet und besticht mit seiner wunderschönen Grotte. Die bezaubernde Cala Francese ist auf Grund ihrer Klippen weniger stark besucht. Jedoch sollte man sich einen Ausflug dorthin auf keinen Fall entgehen lassen, da der Ort vielen Arten von Weichtieren Unterschlupf bietet. Der herrliche und beliebte Strand von Guitgia wird vor allem von April bis Oktober von den Touristen gefüllt. Er ist am wenigsten weit von den Hotels entfernt und sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Von Guitigia aus gelangt man auch zur wunderschönen Bucht Cala Croce. Auf derselben Strecke befinden sich außerdem Cala Madonna und Porto N’Tone: Letzterer, ein feiner weißer Sandstrand, ist ideal für Familien mit Kindern. Auf der Südseite der Insel findet man die Cala Pulcino, wo zahlreiche Grotten darauf warten, besichtigt zu werden.
Den krönenden Abschluss bildet die Isola dei Conigli (Insel der Kaninchen), eine der schönsten Strände des Mittelmeers. Sie ist zudem sehr bekannt auf Grund der vielen Karettschildkröten, die dort ihre Eier ablegen.
Es ist ein wahres Postkartenpanorama, dass sich auf dieser Insel erschließt: kristallklares Meer, feinster Sandstrand, exotische Pflanzen und einige im ganzen Mittelmeerraum einzigartigen Reptilienarten.
Der von den Touristen am meisten besuchte Ort ist die Isola dei Conigli. Ihre weite Bucht kann man auch vom Land aus über einen Saumpfad erreichen. Der Strand, bekannt als „Vallone dello Scoglio“, ist der größte von ganz Lampedusa.
Das Freizeitangebot: Die beeindruckenden Wassertiefen von Lampedusa begeistern all jene, die dieses unberührte Meer erkunden. Das klare Wasser und die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt spricht sowohl Anfänger als auch Experten des Unterwassersports an. Es gibt diverse Anlegeplätze, von wo man zu Tauch- und Schnorchelausflügen starten kann. Das Meer, das sich hinter der Isola dei Conigli eröffnet, wird von orangfarbenen Steinkorallen, bunten Schwämmen, roten Garnelen, Drachenköpfen und Moränen besiedelt. Ein einfacher Tauchgang führt zur Madonna del Mare, einer Statue, die in 14 Metern Tiefe liegt. Bei diesem Ausflug kann man auch viele Tintenfische und Brassen sehen. Auf dem sandigen Meeresgrund von Punta Parrino tummeln sich hingegen Zackenbarsche, Brassen und Meerbarben herum. Ein einmaliges Erlebnis bietet der Tauchgang bei Taccio Vecchio im Norden der Insel: Hier kann man Papageienfische beobachten und eine einmalige Unterwassergrotte bewundern. In der selben Gegend liegt auch Punta Cappellone, dessen Gewässer hauptsächlich von Tunfischen besiedelt sind, während am Meeresgrund Brassen, Zahnbrassen und Zackenbarsche Unterschlupf finden. Die selben Fische kann mach auch in Grotta Solaio und Scoglio Pignolta beobachten. In der Secca di Levante hingegen ist die Möglichkeit groß, ein paar Exemplare von Karettschildkröten zu sehen. Eine interessante Wasserwelt kann man auch in Cala Pisana erleben. Im Norden, wo eine schroffe Felsküste das Landschaftsbild bestimmt, fallen die Kalkwände bei Capo Grecale steil ins Meer hinunter: Dort stößt man auf zahlreiche Langusten, Zahnbrassen, Drachenköpfe und Zackenbarsche.
Doch in Lampedusa kommen nicht nur Tauchbegeisterte auf ihre Kosten. Die Insel eignet sich auch hervorragend zum Segeln, Windsurfen und Kanu fahren, wobei man bei einfachen Ausflügen menschenleere und abgeschiedene Buchten erkunden kann. Aber auch für Liebhaber des Freitauchens und nicht zuletzt für Angler ist Lampedusa der perfekte Ort.
Diejenigen, die lieber zu Fuß unterwegs sind, haben zahlreiche Pfade zur Verfügung, die bis zu den Gipfeln der drei größten Erhebungen der Insel führen: dem Monte Rosso, dessen Krater dicht bewachsen ist, dem Monte Nero und dem Monte Vulcano.
Geschichte und Kultur: Lampedusa war schon im römischen Zeitalter besiedelt, aber die ersten sesshaften Bewohner kamen erst im 19. Jahrhundert. Im Jahre 1841 verkauften die Erben von Prinz Tomasi di Lampedusa die Insel, für die sie sich nie richtig interessiert hatten, an die bourbonische Regierung: Damit begann die wahre Besiedlung der Insel, die von einem Statthalter regiert wurde. Während der bourbonischen Herrschaft entstanden wichtige öffentliche, bürgerliche und militärische Dienste und Einrichtungen. Später wurde die Insel von den Savoyern verwaltet, die viele ihrer Untertanen zum Zwangsaufenthalt nach Lampedusa schickten.