EnnaPietraperzia.
Einige Experten sind der Ansicht, daß sich auf
dem Gebiet der Gemeinde das antike Caulonia befand.
Der heutige Ort entstand im Mittelalter um eine arabische
Festung herum, die dann von den Normannen wieder aufgebaut
wurde. Er gehörte zum Feudalbesitz der Barresi
und der Branciforte.
Sehenswertes.
Im höher gelegenen Teil des Ortes steht die im
16. Jh. von Matteo Barresi erbaute Pfarrkirche. Ihr
heutiges Äußeres hat sie den im 18. Jh.
vorgenommenen Umbauarbeiten zu verdanken.
Im Inneren der Kirche sind einige Grabmäler der
Familie Barresi und auf dem Hauptaltar ein interessantes
Gemälde von Filippo Paladini, auf dem die Annunziata
zwischen Heiligen dargestellt ist, zu sehen.
Wenn man den Corso Vittorio Emanuele entlanggeht,
kommt man zu dem Platz, an dem das heutige Rathaus,
ein ehemaliges Dominikanerkloster, und die Rosario-Kirche
mit rundem Grundriß aus dem 16./17. Jh. stehen.
Ihr gegenüber liegt der in neugotischem Stil
am Anfang des 20. Jhs. erbaute Tortorici-Palast.
Das hoch über der Stadt stehende Kastell beherrscht
sie völlig. Es wurde zu islamischer Zeit erbaut,
in der normannischen Zeit und auch später verschiedene
Male umgebaut und verändert.
An der Ostseite sind einige Biphoren-Fenster erhalten
geblieben. Vom Innenhof, der dem unebenen Boden angepaßt
wurde, gehen die verschiedenen Räume ab: ein
zur Kapelle führendes Vestibül; eine Treppe,
an deren Seiten sich zwei Löwen befinden, führt
in die oberen Stockwerke.
Das Gebäude ist zwar sehr beeindruckend, doch
auf der felsigen Bastion ist heute leider nur noch
die Ruine des ehemaligen Kastells zu sehen.
In der Contrada Ciumbelle befindet sich ein Kulthügel
aus archaischer Zeit.