CataniaSehenswertes.
Das sogenannte Zentrum: dies war der Kern der antiken
Stadt, hier erhebt sich auch die Kathedrale. Wir befinden
uns auf der Piazza Duomo, die nach 1693 hier an Stelle
der früheren "platea magna" entstand.
In ihrer Mitte steht der Elefantenbrunnen, Symbol
Catanias, der von Gian Battista Vaccarini entworfen
und im Jahre 1998 restauriert wurde: auf den Rumpf,
der mit Putten und Flachreliefs geschmückt ist,
setzte der Künstler einen Elefanten römischer
Zeit, der gemeinhin "Liotru" genannt wird
nach dem Namen eines catanesischen Zauberers Heliodoros
oder Diodor, der in byzantinischer Zeit hier wirkte.
Über dem Elefanten befindet sich ein ägyptischer
Obelisk, der eventuell aus dem römischen Circus
Catanias stammt.
Die Kathedrale wurde zwischen 1078 und 1093 von Graf
Roger erbaut. Vom ursprünglichen Bauplan sind
die Apsis und das Querschiff geblieben, das von zwei
mächtigen Türmen flankiert ist (von denen
die ersten architektonischen Ordnungen erhalten sind),
die der Kirche das Aussehen einer ecclesia munita,
also einer befestigten Kirche, verleihen.
Die Fassade, die reichlich mit Plastiken und Bildnissen
geschmückt ist, wurde im 18. Jh. nach dem Entwurf
Vacca- rinis geschaffen.
Die Kuppel wurde ebenfalls im 18. Jh. gebaut, der
Glockenturm hingegen erst ein Jahrhundert später.
Die Nordansicht zeigt ein Portal aus dem 16. Jh. von
G.B. Mazzolo aus Carrara.
Das Innere besteht aus einem länglichen Körper,
der in drei Schiffe unterteilt ist mit einem weiten
Querschiff, das drei Apsiden aufweist. In der Nähe
des Allerheilfgsten sind die Überreste der urspriinglich
normannischen Kirche noch sichtbar.
Die Restaurierungsarbeiten der 50er Jahre haben die
Stuckarbeiten der wandverkleidung, die im 19. Jh.
angebracht worden waren, getilgt. Im linken Schiff
gibt es interessante Gemälde: der Heilige Abt
Antonio von Wilhelm Borremans (vierte Kapelle) und
das Martyrium der Heiligen Agathe von Filippo Paladini
(fünfte Kapelle). Die Kapelle des Kruzifixes,
zur Linken des Querschiffs, bewahrt noch die Strukturen
normannischer Zeit. Im Chorraum gibt es einige Fresken
aus dem 17. Jh. zu sehen, unter anderem das in der
Apsis mit dem Martyrium der Heiligen Agathe, ein Werk
Gian Battista Corradinis.
Der hölzerne Chor mit Szenen aus dem Leben der
Heiligen Agathe ist von auffallendem Wert und wurde
gegen Ende des 16. Jhs. nach einem Entwurf von Scipione
di Guido geschnitzt. Zur Rechten des Chorraums befindet
sich die Kapelle der Heiligen Agathe, die, abgesehen
von einem kleinen, prächtig dekorierten Portal,
auch die von Vincenzo Archifel gefertigte Silberurne
bewahrt, in der die sterblichen Reste der Heiligen
sind. In der Kapelle der Madonna, zur Rechten des
Querschiffs, trifft man auf einige Königsgräber,
wie z.B. das Grab Konstanzes, Ehefrau Friedrichs III.
von Aragon. In einem römischen Sarkophag befinden
sich die Überreste verschiedener aragonischer
Könige, die in Catania gelebt hatten.
In der Sakristei, die 1675 erbaut wurde, sieht man
ein Fresko, das den Ätnaausbruch von 1669 darstellt.
Der Kirchenschatz enthält zahlreiche Werke von
großem Wert, vor allem in Silber, unter denen
sich besonders der Ann des Heiligen Georg (1576),
die elegante emaillierte Büste von Cataldo sowie
die Krone und die vergoldete und emaillierte Büste
der Heiligen Agathe hervorheben.
Durch einen Eingang in der rechten Ecke der Fassade
kann man die sogenannten Terme Achilliane aus römischer
Zeit besichtigen, über denen die Kirche errichtet
wurde.
An der nördlichen Seite der Piazza Duomo erhebt
sich das Rathaus, ein Palazzo, der 1695 begonnen und
im folgenden Jahrhundert vollendet wurde. Die Hauptfassade
stammt von Vaccarini. Von hier aus, die Via Dusmet
entlang, gelangt man zum Hafen, der nach dem von Palermo
der zweitgrößte Siziliens ist, was die
Intensität des Verkehrs angeht.
Auf der Südseite der Piazza del Duomo befindet
sich das Seminario dei Chierici (Priesterseminar),
das im 18. Jh. erbaut wurde. Es besitzt eine massive
Fassade, die von Lisenen eingerahmt und mit enggesetzten
Kragsteinen versehen ist, dekorierte Fenster und Portale
sowie Balkone mit figurengeschmückten Konsolen.
Im Seminario ist seit 2001 das Diözesamuseum
untergebracht.
Zur Rechten des Seminario dei Chierici steht der Brunnen
des Amenano, ein Werk des 19. Jh. von Tito Angelini.
(Sofort danach öffnet sich die Piazza Alonzo
di Benedetto, wo der Fischmarkt abgehalten wird, der
sehreindrucksvoll und malerisch ist).
Auf der Via Dusmet befindet sich der Palazzo Biscari,
ein prächtiges Beispiel eines Wohnsitzes des
18. Jhs., der von Vincenzo Paternò, dem Prinzen
von Biscari, erbaut und im 18. Jh. restauriert wurde.
Die Südwestfront, die der Küste zugewandt
liegt, zeigt eine reichliche bildhauerische Dekoration
von Putten, Girlanden und Grotesken. Auch der Festsalon
ist reichlich mit Muschelwerk, Fresken und Spiegeln
geschmückt, die die große Raffmesse der
aristokratischen Gesellschaft Catanias des 18. Jhs.
Bezeugen.
Zurückgekehrt nach Piazza Duomo zur Ecke Via
Garibaldi Via Cristoforo Colombo stößt
man auf den Palazzo Pardo, ein elegantes Gebäude
des 18. Jhs.
Wenn man auf der Via Plebiscito weiterläuft,
gelangt man zur Piazza Federico di Svevia, wo sich
das Castello Ursino erhebt, ein mächtiges Gebäude,
das Friedrich II. zwischen 1239 und 1250 erichten
ließ. Es hat die typische Struktur der Befestigungsanlagen
der schwäbischen Epoche, mit quadratischem Grundriß,
der sich rings um einen Hof erstreckt und starke runde
Türme aufweist.
In ihm hat das Städtische Museum seinen Sitz,
das 1934 geschaffen wurde, indem man die Sammlung
der Benediktiner mit der des Prinzen di Biscari vereinigte.
Es enthält Werke von außerordentlichern
Wert: eine ansehnliche archäologische Sammlung,
mittelalterliche Kunstwerke, Werke des 16. Jhs., des
weiteren Bilder von De Saliba, Novelli, Stomer, Paladini
und anderen.
Gegenüber des Castello Ursino steht die Kirche
San Sebastiano, die ein schönes Portal des 18.
Jh. besitzt, das von der zerstörten Kirche San
Nicola dei Trixini stammt.
Von hier aus biegt man in die Via Castello Ursino
ein, wo man an der Ecke mit der Via Garibaldi auf
die Kirche Santa Chiara trifft, ein Werk des Architekten
Giuseppe Palazzotto aus der zweiten Hälfte des
17. Jhs.
Charakteristisch für diese Kirche ist der weite
achteckige Bogengang, der sie größtenteils
umgibt. Im Innern gibt es ein Gemälde von Paolo
Vasta, San Lorenzo, zu sehen, sowie eines von Olivio
Sozzi, Immacolata, und ein erlesenes Kruzifix.
Zwischen der Via Garibaldi und der Via Sant'Anna ist
in einem Palazzo des 18. Jh. das Haus Giovanni Vergas
zu besichtigen. Es ist noch fast vollständig
eingerichtet und für das Publikum alle Tage morgens
geoffnet.
Folgt man der Via Garibaldi weiter, stößt
man auf den Palazzo Trewhella aus dem 19. Jh.
Dahinter steht die Kirche Santa Maria dell'Aiuto,
die aus einem einzigen Schiff besteht und deren Fassade
reich mit Plastiken geschmückt ist (18. Jh.).
Wieder in der Via Garibaldi, weiter vom, befindet
sich die bourbonische Kaserne, ebenfalls 19. Jh.,
die heute eine Tabakfabrik beherbergt.
Die Via Garibaldi endet mit der Porta Garibaldi, die
früher Ferdinanda hieß und die 1768 anläßlich
der Hochzeit Ferdinands mit Maria Karolina von Österreich
errichtet wurde.
Sie wurde nach Plänen der Architekten Franceso
Battaglias (zuständig für die innere Gestaltung)
und Stefano Ittars (für den äußeren
Teil, der elegant geschmückt ist) realisiert.
Von der Via Garibaldi aus, der Via Plebiscito folgend,
entlang der Ausfallstraße, die 1674 auf den
Lavarinnen des Ätnaausbruchs von 1669 entstand,
trifft man auf die lange Achse des Corso Vittorio
Emanuele, der die Stadt von West nach Ost durchläuft
und an der Piazza Duomo endet.
Dem Corso, wie er einst genannt wurde, zugewandt liegen
einige Palazzi (Gravina, Valdisavoia), die den hohen
Stellenwert des barocken Catania offenbaren.
Es ist ratsam, in diesem Teil der Stadt die nahegelegene
Piazza Dante aufzusuchen, wo sich der große
Komplex des Benediktinerklosters erhebt, einem der
imponierensten Europas: er erstreckt sich über
eine Fläche von 100.000 m und ist heute Sitz
der Philosophischen Fakultät der Universität
von Catania.
Das Ursprungsprojekt (1703) wurde Antonio Amato anvertraut,
der im Folgenden von den besten Namen der lokalen
Architektur abgelöst wurde: Di Benedetto, Palazzotto,
Battaglia, Vaccarini, Ittar.
Das Konvikt erstreckt sich im Umkreis der beiden Kreuzgänge.
Die Ostund Südfassade sind zwei prächtige
Beispiele des catanesischen Barock, mit Ausschmückungen,
Steinmetzarbeiten, Kragsteinen und kostbaren Kapitellen.
Der erste Kreuzgang hat eine eher klassizistische
Struktur mit vollen Rundbogen; der zweite ist elegant
und bewegt gestaltet und nimmt die typischen Motive
des catanesischen Barock wieder auf.
Im nördlichen Flügel des Konvikts ist die
Bibliothek mit ihren eleganten Regalen untergebracht,
ein Werk G.B. Vaccarinis. Die Deckenfresken wurden
von G. B. Piparo geschaffen und stellen den Triumph
lies Glaubens sowie die Kardinal- und Theologischen
Tugenden dar. Der Bestand der Bibliothek ist reich
an wertvollen Bänden.
Die Kirche ist San Nicolò geweiht und hat eine
sehr plastische Fassade. Das Innere wurde später
erweitert, es wird von mächtigen Pfeilern beherrscht
und seine Gewölbe rühmen sich der Schwülstigkeit.
Die interessantesten Werke sind das Martyrium der
Heiligen Agathe von Mariano Rossi aus dem 18. Jh.,
das Martyrium des Heiligen Andreas von Ferdinando
Boutard aus dem 18. Jh. und zahlreiche andere Gemälde
aus dem 18. Jh. Entlang der Wände des Chorraums
befindet sich ein wunderschön geschnitzter Chor
und in der Apsis eine vergoldete Orgel, ein Werk Donato
del Pianos von 1755. Die Sakristei am Ende des Kirchenschiffes
ist reichlich mit erlesenen Dekorationen ausgeschmückt.
Bemerkenswert sind auch die Schränke, die mit
vollkommenen kleinen hölzernen Statuen verziert
sind.
Wieder auf dem Corso treffen wir auf die Kirche Sant'Agostino
aus dem 18. Jh., die monumental und dekorativ gestaltet
ist und nach dem Entwurf Francesco Battaglias errichtet
wurde; fertiggestellt wurde sie von Stefano Ittar.
In ihr sind einige Gemälde von Olivio Sozzi erhalten
und eine Madonna mit dem Heiligen Johannes von Sebastiano
Conca aus dem 18. Jh.
Von hier aus, sich zur Via Trinità wendend,
kann man die Überreste des Forum Romanum und
des römischen Theaters sehen, das gemeinhin als
griechisch definiert wird. In der Nähe befindet
sich das Odeon, ein halbrundes Gebäude, das ebenfalls
für öffentliche Aufführungen benutzt
wurde.
Folgt man der Via Rotonda, gelangt man zur Kirche
Santa Maria della Rotonda, die an der Stelle erbaut
wurde, wo sich in römischer Zeit ein Thermalgebäude
befunden hatte.
Zurück auf dem Corso Vittorio Emanuele geht man
bis zum Palazzo Gravina-Cruyllas weiter, der ein schönes
mit Kragsteinen versehenes Portal aufweist und das
Bellini-Museum beherbergt. Hier kann man einige Reliquien
bewundern, Dokumente und Objekte, die Vincenzo Bellini
gehörten, unter anderem das Cembalo, auf dem
der Musiker 1832 in Catania seine Norma ausführte.
In diesem Gebiet sind auch die repräsentativsten
religiösen Gebäude zu finden: die Kirche
San Francesco auf der gleichnamigen Piazza, wo eine
Kopie des Spasimo (Der Schmerz Siziliens) von Raffael
bewahrt ist, die Jacopo Vignerio 1541 ausgeführt
hat, sowie einige feine Gemälde des 18. Jh.
Voe der Kirche steht das Denkmal für Kardinal
Dusmet ( 1816-1894 ), das 1935 nach dem Entwurf von
Raffaele Leone errichtet wurde und die Statue von
Silvestro Cuffaro sowie die Hochreliefs von Mimmo
Maria Lazzaro.
Nun biegt man in die Via Crociferi ein, die im 18.
Jh. trassiert wurde. Ihr sollte man einen friedlichen
Besuch in den Stunden des gemäßigten Verkehrs
abstatten, weil sie eine der faszinierensten Stätten
des Barock (nicht nur des sizilianischen) darstellt.
Im unteren Teil der Straße befindet sich der
Gebäudekomplex San Benedetto, der aus der Kirche
und den Gebäuden der großen Abtei besteht
(von Francesco Battaglia geschaffen) sowie der kleinen
Abtei (eventuell von Vaccarini); er erstreckt sich
über beide Seiten der Straße und beide
Teile sind über einen Bogen San Benedetto verbunden.
Die Kirche aus dem frühen 18. Jh. besteht aus
einem einzigen Schiff und ist prächtig mit Stuckarbeiten
und Fresken von Giovanni Tuccari (1726) ausgeschmückt,
die das Leben des Heiligen Benedikt und seine Herrlichkeit
darstellen. Bemerkenswert sind auch der Hauptaltar
und der Boden mit Marmoreinlegearbeiten.
Dahinter steht der Palazzo Asmundo, der der gleichnamigen
Piazza zugewandt ist. Er ist ein bemerkenswertes Beispiel
für die aristokratische Architektur des 18. Jh.
Nebend San Domenico befindet sich die strenge Kirche
San Francesco Borgia, die am Ende des 18. Jh. nach
einem Plan von Frà Angelo Italia erbaut wurde.
Das Innere besteht aus drei Schiffen. Die Fresken
der Kuppel mit der Geschichte der Gesellschaft Jesu'
sind von Olivio Sozzi.
Es folgt das Jesuitenkolleg (Heute eine Kunstschule)
und gegenüber steht die Kirche San Giuliano,
eines der höchsten Barockgebäude Catanias.
Sie wurde im 18. Jh. nach einem Entwurf Gian Battista
Vaccarinis erbaut, mit einer nach außen gewölbten
maßvollen Fassade. Elegant ist der Fußboden
mit marmornen Einlegearbeiten im Innern. Der Hauptaltar
ist ein bewundernswertes bildhauerisches Werk aus
wertvollen Marmoren und vergoldeter Bronze. Interessant
ist auch die Skulpturengruppe der Kreuzigung und ein
Gemälde von Olivio Sozzi: die Gnadenreiche Madonna
und die Heiligen Josef und Benedikt.
Läuft man die Via Crociferi hinauf, kann man
an der Ecke zur Via Cappuccini die Überreste
der Befestigungsanlage sehen, die Karl V. 1556 erbauen
ließ. In ihr ist das barocke Heiligtum Sant'Agata
al Carcere enthalten, die auch noch Strukturen aus
dem 15. Jh. aufweist: sie heißt so, weil der
Legende nach die Heilige hier eingekerkert wurde.
Über dem Hauptaltar hängt eine bemerkenswerte
Bildtafel des 16. Jhs., das Martyrium der Hlg. Agathe,
die mit "Bernardino Niger grecus" signiert
ist. Es sind auch einige Reliquien der Heiligen erhalten
geblieben: zwei Lavaplatten, von denen auf einer die
Fußabdrücke der Heiligen zu sehen sein
sollen, sowie der Deckel des Sarges, der ihren Leichnam
enthielt.
Ein kleiner Raum aus römischer Zeit, den man
durch eine kleine Tür betritt, ist der Legende
nach das Gefängnis der Heiligen vor ihrem Martyrium
gewesen.
Dahinter steht die Kirche Sant'Agata la Vetere ist
eine Konstruktion des 19. Jhs., sie wurde an Stelle
einer alten frühchristlichen Basilika errichtet.
Interessant sind ein Gemälde von Giuseppe Sciuti,
die Madonna mit Kindern (1898) am zweiten Altar links
und der Sarkophag römischer Zeit am Hauptaltar.
An der Ecke zur Via Maddalena ist das Conservatorio
della Purità aus der zweiten Hälfte des
18. Jhs.
Es hat eine glatte, strenge Fassade, die dazugehörige
Kirche della Purità mit nach außen gewölbter
Fassade wurde im 18. Jh. nach einem Plan Antonino
Battaglias errichtet.
Der Via Maddalena zugewandt liegt das Dominikanerkonvikt,
das eine Bibliothek mit wertvollen Texten des 16.
und 17. Jhs. besitzt.
Die Kirche San Domenico aus dem 18. Jh., ist mit zwei
Statuen des San Domenico und des San Vincenzo Ferreri
geschmückt.
Seitlich sieht man ein kleines barockes Portal, das
reich verziert ist. Im Innern befindet sich ein Gemälde
von Olivio Sozzi, das denHeiligen Vinzenz Ferrer darstellt,
der ein Kind auferweckt. Weiterhin gibt es eine Statue
von Antonello Gagini, die Madonna mit dem Kind, zu
bewundern.
Man geht weiter zur Via Androne und trifft auf die
Villa Majorana mit ihren verfeinerten Formen, sie
wurde zwischen 1911-13 vom Architekten Francesco Fichera
erbaut.
Man geht weiter aufwärts bis zur Ecke der Via
Regina Margherita, wo die Kirche Santa Maria di Gesù
steht, die beim Erdbeben von 1693 zerstört und
erst in den ersten Jahren des 18. Jhs. Wieder aufgebaut
wurde.
Folgt man der Via Regina Margherita weiter, erreicht
man die Piazza Roma, wo das Denkmal Umbertos I. steht,
das Mario Rutelli geschaffen hat; gegenüber ist
der Eingang zur Villa Bellini, einst privat, heute
ein öffentlicher Garten von außergewöhnlicher
Schönheit.
Die Viale Regina Margherita stößt auf die
lange Achse der Via Etnea, die seit dem 18. Jh. existiert:
sie durchläuft die ganze Stadt von Nord nach
Süd und endet schließlich an der Piazza
Duomo.
Auf der Piazza Stesicoro steht ein Denkmal Vincenzo
Bellinis von Giulio Monteverde, das 1880-82 entstand.
Gegenüber sind die Überreste eines römischen
Amphitheaters aus dem 2. Jh. v. Chr. zu sehen. Es
besteht aus mit Marmor verkleidetem Lavastein und
wurde 1999 für den Publikumsverkehr geöffnet.
Am Ende der Piazza erhebt sich die Kirche San Biagio,
die auch Sant'Agata alla Fornace heißt, weil
man annimmt, daß hier das Martyrium der Heiligen
Agathe seinen Lauf nahm.
Die Kirche, die aus einem einzigen Raum mit typisch
neoklassizistischem Aussehen besteht, wurde zu Beginn
des 19. Jhs. vom Architekten Antonino Battaglia realisiert.
Die Piazza wird abgeschlossen vom alten Hospital San
Marco (1724) und dem Palazzo Paternò del Toscano,
der 1870 errichtet wurde.
Von der Piazza Stesicoro geht man die Via San Gaetano
alla Grotta aufwärts bis zur gleichnamigen Kirche,
danach erreicht man die Piazza Carlo Alberto, wo sich
das Heiligtum del Carmine befindet, das nach 1729
erbaut wurde.
Die Fassade ist monumental gestaltet mit zwei mächtigen
hervorspringenden Halbsäulen. Im Innern finden
sich interessante Gemälde des 18. Jhs. sowie
ein Bild der Madonna del Carmelo von Andrea Pastura
aus dem Jahre 1501.
Von hier aus geht man die Via Etnea weiter hinauf
bis zur Kreuzung mit der Via Di Sangiuliano, wo sich
die sogenannten 4 Ecken (Quattro Canti) befinden,
deren Konstruktion der Bauplan des Herzogs von Camastra
vorsah, der nach dem Erdbeben von 1693 angenommen
wurde.
Kurz bevor man den Dom erreicht, an der Ecke zur Via
Etnea, an den Palazzi Gioeni und La Piana vorbei,
trifft man auf die Stiftskirche Collegiata, die vom
Architekten Angelo Amato nach Plänen von Angelo
Italia erbaut wurde.
Die Fassade, frei nach Phantasie reich geschmückt,
ist ein Werk Stefano Ittars. Das Innere, das aus drei
Schiffen besteht, zeigt Fresken Giuseppe Sciutis sowie
einige Gemälde, unter anderem Sant'Apollonia
von Olivio Sozzi aus dem 18. Jh.
Weiter vorne liegt der Palazzo dell'Università
aus dem 18.-19. Jh., an der Stelle, wo einst der Sitz
der Almo studio war, die Alfons der Großmütige
1444 gegründet hatte.
Auf dem Corso links, neben dem Dom, erhebt sich die
Kirche Sant'Agata, ein Werk G. B. Vaccarinis aus dem
18. Jh.
Auf der gleichnamigen kleinen Piazza steht die Kirche
San Placido aus dem 18. Jh. Die Fassade ist ein Werk
Stefano Ittars und zeigt die erlesene typische Eleganz
des catanesischen Barock.
Überquert man nochmals den Corso Vittorio Emanuele
bis zur Piazza Bellini, stößt man auf das
Massimo-Bellini- Theater, ein Werk Carlo Sadas, der
dazu frühere Projekte anderer Architekten vereinigte
und verwendete.
Das Theater wurde 1880 mit der Aufführung der
Norma von Vincenzo Bellini eingeweiht. Zwischen der
Via Teatro Massimo und dem Corso Vittorio steht das
Collegio Cutelli, das der Architekt Francesco Battaglia
mit einer Fassade von Stefano Ittar im 18. Jh. erbaute.
Im letzten Abschnitt des Corso steht der Palazzo Reburdone,
der 1776 nach einem Entwurf von Francesco Battaglia
erbaut wurde. Er besitzt einen Hof mit einer doppelter
Loggia, die kraftvoll und massiv gestaltet ist. Die
Salons im Innern sind elegant geschmückt.
Der Corso endet mit der Piazza dei Martiri, in deren
Mitte sich eine Säule mit Statue der Heiligen
Agathe erhebt, die der Senat 1743 nach der überwundenen
Gefahr der Pest gewünscht hatte.
Im Palazzo Bonaiuto auf der gleichnamigen Piazza ist
eine kleine dreichorige Kapelle aus byzantinischer
Zeit enthalten.