CataniaRagalna.
Dorf von ursprünglich islamischer Gründung,
wie man vom Namen ableiten kann, der in Arabisch "Weiler
von Anna" bedeutet. Es entwickelte sich aus einer
ungefähr acht Kilometer langen Reihe von Häusern,
und erreichte somit die Höhe von 2815 m, praktisch
den Vulkan selbst. Seine Geschichte ist die des nahen
Paternò, dessen Bürgern er Zerstreuung
und Zuflucht bot. Ein richtiges organisiertes Zentrum
entstand erst 1868 im Umkreis der Pfarrkirche Maria
SS. del Carmelo.
Ragalna ist seit 1985 autonome Gemeinde und heute
auch ein Ort der Sommerfrische (bis zu 20.000 Personen),
wie er es schon in der Vergangenheit für Griechen,
Araber und Normannen war. Das trockene Winterklima
und die Frische im Sommer unterstützen seinen
touristischen Ruf.
Im ländlichen Umfeld finden sich Bauernhöfe,
Mühlen und Zisternen (die berühmteste: die
Zisterne der Königin Eleonore von Aragon) und
natürliche Vulkangrotten (einige davon sind Kirchen
oder Votivnischen).
Im Gebiet dieses vielversprechenden Dorfes haben das
astrophysikalische Observatorium und der Botanische
Garten von Catania ihren Sitz.