CataniaPalagonia.
Der heutige Ort ist normannischen Ursprungs, er gehörte
zuerst dem Bischof von Syrakus und dann verschiedenen
Lehnsherren: dem Admiral Ruggero di Lauria und somit
der Familie Gravina, die dadurch 1629 den Titel der
Prinzen von Palagonia erhielten.
In diesem Gebiet gründete Duketios, der König
der Sikuler, 453 v. Chr. die Stadt Paliké,
die Hauptstadt des aufständischen Königtums
gegen die griechische Vorherrschaft. Hier war auch
das Heiligtum der Götter von Palikai, neben dem
See, der heute Naftia heißt und wegen göttlicher
Manifestationen (wie dem Ausströmen von Kohlendioxyd)
als heilig galt. Es war auch der Ort von Schwurleistungen
und grausamen Bestrafungen der Meineidigen und Lügner.
Sehenswertes.
Die Pfarrkirche von Palagonia ist Santa Febronia geweiht,
der Schutzpatronin und Königin des Regens. Die
Landarbeiter feiern sie im April mit folkloristischen
und religiösen Veranstaltungen, indem sie die
Statue zur Contrada delle Coste außerhalb der
Stadt tragen, bis hin zur felsigen Eremitage Santa
Febronia, einer kleinen und interessanten byzantinischen
Basilika des 5./6. Jhs. mit Fresken in der Apsis.