CataniaMilitello in Val di Catania.
Gemäß der Legende wurde die Stadt vom römischen
Konsul Marcellus während der Belagerung Syrakus'
214 v. Chr. gegründet; eher wahrscheinlich ist,
daß der ursprüngliche Ortskern ein byzantinischer
Weiler war, der sich in arabischer Zeit und während
der Feudalzeit zuerst unter den Barresi und dann ab
1567 unter den Branciforte ausdehnte.
Die Branciforte erhielten dadurch den Titel der Markgrafen.
1693 wurde der Ort schwer vom Erdbeben beschädigt,
aber sofort danach an gleicher Stelle wieder aufgebaut.
Sehenswertes.
Die wichtigsten Gebäude des Städtchens sind
vom Barock inspiriert. Z.B. die Palazzi Baldanza,
Baldanza-Denaro, Maiorana (oder der Löwen, an
den Ecken), Rametta, Reburdone, Reforgiato; aber auch
die Kirchen.
Auf der Piazza Municipio steht die Kirche San Benedetto
(1623), von dem catanesischen Architekten Valeriano
De Franchis.
Sie hat eine hohe Fassade von 1725.
Der Innenraum ist in Form eines lateinischen Kreuzes
angelegt, mit dem Hauptaltar aus Marmor, einem hölzernen
Chor mit 40 Episoden aus dem Leben des Heiligen und
dem Bild Der Heilige Benedikt, der die Ordensregel
verkündet (1646) von Giovanni Battista Baldanza
dem Jüngeren, einem Maler des Ortes.
Die Pfarrkirche San Nicolò e SS. Salvatore
in der Via Matrice ist eine Konstruktion von bemerkenswerter
Großzügigkeit mit hoher Kuppel aus dem
beginnenden 20. Jh.
Im Innern findet man Stuckarbeiten und Gemälde
des 18. Jhs. und ein barockes hölzernes Kruzifix.
Seitlich von der Kirche befindet sich das Museum San
Nicolò, das reich (20 Säle) an künstlerischen
Zeugnissen und wertvollen Ornamenten des 18. und 19.
Jhs. ist.
Das Oratorium Santa Maria della Catena auf der Piazza
Vittorio Emanuele II. weist architektonische Elemente
fes ausgehenden 16. Jhs. auf, es hat eine Kassettendecke
und vergoldete Barockstuckarbeiten.
Eine reizende Kapelle der Renaissance befindet sich
in der Kirche Sant'Antonio di Padova in der Via Carrera.
Die Kirche Santa Maria della Valle (um 1722), hat
einen massiven separaten Glockenturm mit Türmen,
ihr Inneres besteht aus drei Schiffen, über dem
Hauptaltar hängt ein Bild von Olivio Sozzi, die
Geburt Mariens. Ein anderes Bild, die Geburt Jesù
wird Andrea della Robbia zugeschrieben.
Zwei Gemälde von Filippo Paladino, San Carlo
Borromeo (1612) und Jungfrau mit Heiligen befinden
sich in der Kirche San Francesco di Assisi oder dei
Cappuccini.
Außerhalb des Ortes steht eine spätgotische
Kirche Santa Maria La Vetere mit Bogengang und Säulen
auf Löwenfüßen. Auf dem Portal sieht
man Sibyllen und Propheten. In der Lünette ist
eine Skulptur, die Madonna mit dem Kind, angebracht.