CataniaLicodia Eubea.
Der Name Eubea ist von der antiken Stadt Euboia abgeleitet,
die eine Kolonie von Leontinoi (650 v. Chr.) war und
die im Gebiet der heutigen Gemeinde lag. Im Mittelalter
entwickelte sich der Ort im Umkreis des Schlosses,
das bereits seit dem 12. Jh. existierte.
Als Lehen gehörte es den Filangeri, den Santapau
und den Russo. 1693 wurde Licodia vom Erdbeben schwer
beschädigt, aber an der gleichen Stelle wieder
aufgebaut.
Geschichten und Racheakte der Barone, die gut für
einen Film der Sitten und Gebräuche wären
(oder auch für Seifenopern, dem modernen Geschmack
nach) ranken sich um Licodia, aber hier ist nur Platz
für eine Andeutung.
Sehenswertes.
Das mit Türmen versehene Schloß ist heute
nur noch eine Ansammlung von Ruinen, aber der Platz
ist immer noch eindrucksvoll wegen der Aussicht auf
die Landschaft, die es beherrscht.
In der Hauptstraße des Dorfes, dem Corso Umberto,
befinden sich das Rathaus und die Kirche del Rosario
aus dem 18. Jh.; weiterlaufend gelangt man zur Marienkirche
Santa Margherita von 1621.
In der Contrada Villa della Signora wurden im Sommer
1990 eine Nekropolis und ein Sarkophag entdeckt, der
unerklärbarerweise leer war. Eine weitere Nekropolis
wurde im Dorf bei der Piazza Margherita gefunden.
Sie war reich an Fundstücken. Unweit davon entdeckte
man eine dritte. 1970 vereinte eine Städtepartnerschaft
Eubea sicula mit der griechischen Insel Euböa,
auf der Chalkis liegt - eine ideelle und spirituelle
Bruderschaft mit der alten Mutter Griechenland.