Es ist wahrscheinlich, daß sich im Territorium
des Ortes die chalkidische Kolonie Callipoli, die
im 7. Jh. v. Chr. gegründet worden war, befand.
Der heutige Ort, der bis 1815 von der Grafschaft Mascali
abhängig war, hat sich vor allem seit der zweiten
Hälfte des 19. Jhs. entwickelt.
Der Name Giarre soll von den giare (Maßkrügen)
herrühren, die den Zehnten für den Bischof
von Catania enthielten.
An Giarre angrenzend liegt Riposto, an der selben
geraden Straße, die bis zum Meer führt.
Sehenswertes in Giarre.
Das Zentrum des Dorfes besteht aus der Via Callipoli
und der Piazza, auf der sich der Dom erhebt.
Er ist ist ein grandioses und wunderbares neoklassizistisches
Bauwerk, das Sant'Isidoro Agricola geweiht wurde.
Mit dem Bau wurde 1794 begonnen, die Fassade besteht
aus Kragsteinen, zusätzlich ist ein weitläufiger
Bogengang, zwei Glockentürme mit quadratischer
Basis sowie einer Kuppel mit Tambour und Fenstern
zu sehen.
Die originalen Entwürfe von Pietro Valenti (
1845) wurden von dem lombardischen Architekten Carlo
Sada mit einigen Änderungen zum Abschluß
gebracht.
Das Innere ist von Zwillingssäulen nach dorischer
Art und großen Arkaden aufgeteilt und wird vom
Licht erhellt, das zu den Fenstern hereinfließt.