CaltanissettaMussomeli.
Das Dorf wurde in der zweiten Hälfte des 14.
Jh. von Manfredi III. Chiaromonte gegründet.
Es war Lehen verschiedener Familien, 1549 kam es in
den Besitz der Lanza, die dadurch den Grafentitel
erhielten. Der heutige Name ist wahrscheinlich arabischen
Ursprungs, viel- leicht rührt er von einem alten
Weiler her und wurde im 15. Jh. anstelle des Namens
Manfredi angenommen, den er ursprünglich vom
Gründer erhalten hatte.
Sehenswertes.
Der Ort präsentiert sich in eindrucksvoller Lage
entlang der Hügelseite. Die Besichtigung kann
mit der Piazza Umberto I beginnen, wo man die Renaissance-Kirche
San Francesco bewundern kann sowie den Barons-Palast
aus dem 18. Jh.
Im Viertel Terravecchia erhebt sich die Pfarrkirche
San Ludovico, die im 14. Jh. erbaut und vor allem
während der Barockzeit umgestaltet wurde.
Durchläuft man die Via Lanza di Scalea, trifft
man auf die Stiftskirche di Maria, den Palazzo Trabia
(Ende des 17. Jhs.), der sich einer reichhaltigen
Pinakothek rühmte, und die Kirche dei Monti.
Überquert man die Piazza Nettuno, wo sich der
Barockbrunnen befindet, der dem Meeresgott gewidmet
ist, gelangt man zur Piazza Manfredi Chiaromonte und
der Kirche Sant'Antonio aus dem 16. Jh.
In der Nähe steht auch die Kirche San Domenico,
in der ein hölzernes Kruzifix bewahrt ist, eines
der schönsten von Fra Umile da Petralia.
Außerhalb des Ortes, in ungefähr 2 km Entfernung
auf der Provinzstraße in Richtung Villalba,
erhebt sich in eindrucksvoller Majestät auf einem
hohen und schroffen Felsen (778 m hoch) das Scbloß
der Chiaromonte, das 1370 im gotischnormannischen
Stil erbaut wurde.
Im Innern befinden sich große Zimmer, unterirdische
Geheimgänge und Folterkammern, sowie eine schöne
Kapelle mit einer wertvollen Madonna der Ketten (1516)
aus Alabaster. Von den Fenstern des Schlosses aus
beeindruckt die Weite des Lehens ringsum. Und vom
Lehen aus, das es heute noch zu sein scheint, besticht
aus der Entfernung die Herrschaftlichkeit des einsam
gelegenen Schlosses.
In der Nähe des Schlosses kann man die Überreste
eines griechisch-italischen Dorfes besichtigen. Eine
Siedlung aus der frühen Bronzezeit liegt auf
dem Berg Polizzello, nordöstlich des heutigen
Dorfes.