CaltanissettaMilena.
Historische Nachrichten, die das Lehen und den Weiler
von Milocca dokumentieren, gibt es erst ab der zweiten
Hälfte des 13. Jh., als sie im Besitz der Capizzi
waren; in der ersten Hälfte des 14. Jhs. wurden
Lehen und Weiler vom Kloster San Martino delle Scale
erworben, das sie bis 1866 behielt.
Der Ort ist seit 1923 autonome Gemeinde und ein Ergebnis
der Verschmelzung der Ortsteile Milocca und San Biagio,
die jeweils zu Sutera bzw. Campofranco gehörten.
Den Namen Milocca behielt er bis 1933, als er den
heutigen Namen zu Ehren der Königin von Montenegro,
Milena, annahm, der Mutter der Königin Elena
von Italien, die zu jener Zeit starb.
Sehenswertes.
Auf der Hauptpiazza befindet sich die Pfarrkirche,
die in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. erbaut
wurde.
Ein Antiquarium versammelt alle Zeugnisse des Territoriums.
Im umliegenden Gebiet sind Zeugnisse ältester
Epochen gefunden worden: zwei Gräber in Hidos,
mykenisch nach Stil und Alter (12.-10. Jh. v. Chr.),
sind am westlichen Abhang des Monte Campanella (661
m hoch) gelegen, südwestlich des heutigen Ortes
zu sehen; ein Siedlungskomplex aus der Zeit zwischen
Neolithikum und Kupferzeit befindet sich auf dem Hügel
Serra del Palco.
Richtung Osten, über den Friedhof hinaus, gelangt
man zum Dorf und dem Konvikt San Martino aus dem 18.
Jh.