AgrigentoRavanusa.
Auf dem 1,5 km südlich des heutigen Ort befindlichen
Monte Saraceno (398 m) sind die Reste einer urgeschichtlichen
Siedlung (der gleichen kulturellen Fazies wie von
Sant'Angelo Muxaro), die am Ende des 7. Jhs. v. Chr.
von den Gelaern und anschließend, im 6.Jh. v.
Chr., von den Agrigentinern, vereinnahmt wurde.
Im Mittelalter erbaute hier Graf Roger zum Dank für
den über die Araber errungenen Sieg ein der Madonna
del Fico geweihtes Heiligtum.
Der heutige Ort wurde von Giacomo Bonanno mit einer
licentia populandi im Jahre 1616 oder vielleicht auch
1621 gegründet.
Sehenswertes. Entlang der geradlinig verlaufenden, durch
den Corso della Repubblica gebildeten Achse, erhebt
sich die im 15. Jh. erbaute San Giorgio-Kirche der
Ordensgeistlichen. Anschließend kommt man zu
der Piazza Umberto I., an der die Pfarrkirche San
Giacomo Apostolo aus dem 17. Jh. steht. Sie hat ein
schönes Portal aus der Schule Gaginis.
1,5 km vom Ort entfernt kann man am Monte Saraceno
die interessanten Ausgrabungsarbeiten beobachten,
bei denen eine am Ende des 7. Jhs. v. Chr. hellenisierte
Siedlung der Ureinwohner Siziliens ans Licht gebracht
wurde. In dem höheren Teil befand sich die Akropolis
mit dem geheiligten Boden.
Weiter unter liegen auf Terrassen angeordnete Behausungen.
Sie stammen sowohl aus der Zeit der ersten Urbanisierung
im 7. Jh. v. Chr. als auch aus dem 6. bis 5. Jh. v.
Chr.
Im Süden erstreckt sich an den Berghängen
die Nekropole, deren Gräber aus dem 5. bis 6.
Jh. v. Chr. stammen.
Die meisten hier gemachten Funde kann man heute im
Regionalen Archäologiemuseum von Agrigent bewundern.