TurinCiriè.
Am Eingang der Lanzo-Täler stößt
man am Fluss Stura auf die Kleinstadt Ciriè,
die einen Großteil ihres Erfolgs ihrer geographischen
Lage zu verdanken hat, da sie die industrielle Entwicklung
im 19. Jahrhundert begünstigt hat. 1839 gab
es nämlich in Ciriè wichtige Industriebetriebe,
darunter drei Seidenspinnereien, eine Baumwollspinnerei,
zwei Fellgerbereien, zwei Stoffbleichbetriebe, zwei
Papierfabriken... Heute gibt es praktisch keine
Industrie mehr, aber die Zeugnisse dieser Vergangenheit
sind noch sichtbar und lebendig. Es genügt
beispielsweise Villa Remmert zu besuchen, die gegen
Ende des 19. Jahrhunderts mit einem die Villa umgebenden
wundervollen englischen Garten erbaut wurde, wo
die Familie Remmert, Industrielle preußischen
Ursprungs, ihre über 150 Jahre lang aktiven
Fabriken errichteten. Wegen ihres architektonischen
Wertes wurde die Villa 1988 von der Gemeinde erworben
und in ein Ausstellungsgebäude verwandelt.
Ein anderes Aushängeschild Ciriès ist
der Palazzo Doria, der ursprünglich aus dem
16. Jahrhundert stammt und im 17. Jahrhundert nach
dem Muster der Lust- und Jagdschlösser von
Fürstenresidenzen umgebaut wurde. Heute befindet
sich hier die Stadtverwaltung, die Bibliothek mit
kostbaren Bänden - Schenkungen der Erben D’Oria
von 1923 -, die Gemäldesammlung des Hauses
D’Oria sowie Räume für Ausstellungen.