Wassersport.
Piemont hat kein Meer. Aber um das Wasser zu genießen,
ist das Meer nicht unbedingt nötig. In Piemont
entspringt der Po, der wichtigste Fluss Italiens,
und es gibt Hunderte von Wildbächen und Wasserläufen.
1863 gründeten elf junge Studenten den ersten
Ruderklub. Heute gibt es entlang des Flusses viele
Rudervereine, die auch kostenlose Probestunden anbieten.
Während der Feierlichkeiten zu San Giovanni,
dem Schutzheiligen Turins, veranstalten die Vereine
einen Fackelzug auf dem Fluss, und einmal im Jahr
gibt es ein heißumkämpftes Wettrennen
zwischen den Mannschaften der Universität und
der Technischen Hochschule, das an den Wettkampf
zwischen den britischen Universitäten Oxford
und Cambridge erinnert.
Sollte das noch nicht genügen?
Wer einen noch intensiveren Nervenkitzel verspüren
möchte, indem er sich den Stromschnellen der
Wildbäche der Berge stellt, kann eine durch
Adrenalinstöße gekennzeichnete Abfahrt
im Kajak oder Hydrospeed im Sesia-Tal (Vercelli)
oder im Stura-Tal (Cuneo) durchführen. Er kann
sich aber auch für Canyoning entscheiden, wobei
man zu Fuß die Flußläufe hinabsteigt
und dabei Schluchten und Wasserfälle erkundschaftet,
die anderweitig nicht zugänglich sind. Was
man noch besuchen sollte, ist das Seengebiet von
Verbano Cusio Ossola, eine Gegend, die Gustave Flaubert
besuchte, der sie bezeichnete als “den sinnlichsten
Ort der ganzen Welt, wo die Natur durch Tausende
von unbekannten Verlockungen zu verzaubern versteht”.
Zu den Seen Lago Maggiore, Lago d’Orta und
Lago di Mergozzo kommen in der Hochsaison sehr viele
ausländische Touristen, die leidenschaftlich
gern Segeln, Wasserski und Windsurf praktizieren.