Campobasso.
Die Provinz Campobasso – kristallklares Meer
und landschaftliche Schönheit
Von der Hauptstadt bis zur Küste finden sich
interessante Reiserouten mit kleinen Ortschaften,
Stränden, romanische Kirchen und Zeugnisse
aus der Zeit der Langobarden
Landschaft
Einmal sanft und einmal rau, jedoch immer faszinierend
und mit atemberaubenden Panoramablicken, präsentiert
sich das Gebiet um Campobasso. Die Gegend ist vorwiegend
gebirgig und hält für Naturliebhaber jede
Menge Abwechslung bereit. Die Hauptstadt befindet
sich 700 Meter über dem Meeresspiegel und wird
von einer Ebene umrahmt, die hauptsächlich
der landwirtschaftlichen Nutzung dient. Der tiefgelegene
Teil der Region besteht aus Hügeln, die nach
und nach zur Adria hin auslaufen. Der Küstenabschnitt
erstreckt sich über 30 Kilometer entlang des
Adriatischen Meers mit flachen Stränden und
sauberem Wasser. Es gibt in der Provinz zwei Naturschutzgebiete
– die „l’oasi naturale di Guardiaregia“
und die „l’oasi di Bosco Casale“
mit verschiedenen Eichenarten, Blumeneschen und
Erlen, die Lebensraum für Bussarde, Turmfalken,
Gabelweihen und andere Raubvögel sind.
Reiserouten
Ausgehend von der Hauptstadt, die vom Schloss Monforte
dominiert wird, gibt es zahlreiche Reiserouten Richtung
Küste oder in das Provinzinnere. Auf der Straße
nach Termoli, einem Badeort und Verbindungshafen
zwischen den Inseln von Tremiti, kommt man an der
Ortschaft Larino vorbei, die Überreste eines
romanischen Amphitheaters aufweist. Des weiteren
trifft man auf Campitello Matese – einen Wintersportort
am Fuße des Miletto-Berges. In Sepino befindet
sich das Thermalbad und in der Nähe stößt
man auf die archäologische Stätte von
Altilia, die von der Anwesenheit der Römer
zeugt. Ein Besuch lohnt sich auch in Campomarino,
Ferrazzano, Boiano und Gambatesa mit dem Schloss
aus dem 16. Jahrhundert.
Küche
Die Küche der Provinz findet vor allem in der
Herstellung von schmackhaften Käsesorten Ausdruck,
wie dem Schäfskäse und dem Hartkäse
„caciocavallo“. Andere typische Produkte
sind das Öl, die verschiedenen Wurstsorten,
der Wein und die Hülsenfrüchte. „Caponata“
ist das bekannteste Gericht der Provinz und besteht
aus Hartweizenplätzchen, die in Wasser und
Essig getränkt und mit Tomaten, Sellerie, Paprika,
Sardellen, hart gekochten Eiern und schwarzen Oliven
garniert werden. Typisch sind auch die Pizzen aus
Mais und die Suppen, die Maccheroni mit Brotkrümel
und die „brodetto alla termolese“ –
eine Brühe mit Ei und Zitronensaft. Unter den
Nachspeisen heben sich die „’Mpigna“
und die „Fiadone“ – zwei traditionelle
Ostergerichte -, Speisen aus Hefeteig und salzige
oder süße Füllungen mit den verschiedensten
Zutaten hervor.
Veranstaltungen und Folklore
Der Großteil der Veranstaltungen ist saisonal
gedingt und dreht sich um landwirtschaftliche Produkte.
In Campobasso feiert man unter anderem die „sagra
del vino“, „dell’uva“, „del
pan unto“ und „del pesce“ –
also das Fest des Weines, der Trauben, des Brotes
und des Fischs. Die Hauptstadt ist bekannt für
das „festa dei Misteri“, das an Fronleichnam
ausgetragen wird. Hierbei setzt sich die Prozession
ausgehend von der Altstadt in Bewegung und die 13
Wägen der Mysterien werden auf den Schultern
von ca. 200 Männern getragen. Die Wägen
bestehen aus widerstandsfähigen Holzbrettern,
die mit Schrauben oder Nägeln an den mit Stahl
verstärkten Balken befestigt werden. Auf der
Holzrampe jeden Wagens wird eine senkrechte Konstruktion
aus Eisen und Stahl erstellt, an deren Ende Personen
Platz nehmen. Diese Menschen stellen eine Szene
nach und bewegen sich auf eine ganz spezielle Art
und Weise.
Die Mysterien stellen biblische Szenen und das Leben
von Heiligen dar und wurden 1748 von dem Künstler
Paolo Saverio Di Zinno ins Leben gerufen.
Sport und Freizeit
Die gebirgige und grüne Landschaft eignet sich
besonders für Trekkingtouren und Ausflüge
zu Fuß oder mit dem Rad. Der Monte Miletto
mit seinen zahlreichen Liftanlagen ist ein ideales
Ziel für Wintersportbegeisterte. Die Adriatische
Küste steht hingegen für Badeurlaub mit
sauberem Meer. Für Erholungssuchende bietet
sich das Thermalbad in Sepino an.