Badeort Fano.
Ihren Namen erhielt die römische Kolonie Fanum
Fortunae nach einem bekannten Tempel, der der Göttin
Fortuna geweiht war und einst an dieser Stelle stand.
Auch heute regiert noch Fortuna, allerdings im christlichen
Gewand des Stadtheiligen San Fortunato.
Zu den Zeiten der Römer war die Stadt ein bedeutender
Hafen und ein wichtiger Kreuzungspunkt, wo die Via
Flaminia von Rom kommend auf die Hauptküstenstraße
stieß. Heute spielt Fano die Doppelrolle eines
kleinen verführerischen Badeortes und eines geschäftigen
Fischereihafens mit attraktiver Altstadt.
Der Augustusbogen, ein wunderschöner Triumphbogen,
bildet ein angemessenes Eingangstor zur Stadt. Er
wurde im Jahre 2 n. Chr. auf Befehl des römischen
Kaisers Augustus errichtet, als Teil seines ehrgeizigen
Projektes, das Straßennetz des Reiches herzurichten.
Er markiert den Punkt, wo die Via Flaminia auf die
Adriaküste trifft. An der Mauer der Kirche rechts
noch vor dem Bogen befindet sich ein Basrelief aus
dem 16.Jahrhundert, auf dem man erkennen kann, wie
der Bogen ursprünglich aussah.
Von hier zieht sich die Hauptstraße, die via
Arco di Augusto durch die Altstadt ( wenn Sie die
Straße bis zum Ende durchgehen, überqueren
Sie die Bahnlinie und gelangen schließlich zum
Sassonia Strand ).
Biegen Sie im Zentrum an der Hauptkreuzung rechts
ab und gehen Sie den Corso Matteotti entlang bis zur
Piazza XX Settembre mit ihrem eigenartig schönen
Brunnen aus dem 16. Jahrhundert, auf dessen Spitze
die Göttin Fortuna thront.
Unter den schönen Gebäuden, die den Platz
umsäumen, befindet sich auch der Palazzo Malatesta
mit sehenswertem Innenhof und Loggia, bekannt als
Corte Malatestiana. Im Palast sind das Museo Civico
und die Pinakothek untergebracht, ein Sammelsurium
von Dingen, darunter einige schöne Renaissancemedaillen
und Gemälde von Guercino, Guido Reni und Michele
Giambono.
In der Kirche Santa Maria Nuova, gleich neben der
Piazza in der via de Pili, befinden sich zwei Kostbarkeiten
von Perugino, eine Madonna mit Heiligen und eine Verkündigung
- man sagt, der junge Raffael habe dem umbrischen
Meister beim Madonnenbild geholfen.
Fano hat eine besonders elegante Flaniermeile, wo
man am frühen Abend die für ganz Italien
typische passeggiata machen kann, vorbei an verführerischen
Geschäften.
Die Eisenbahn trennt fein säuberlich die Altstadt
vom modernen Badeort, der sich um zwei schöne
Strandabschnitte herumentwickelt hat.Südöstlich
verläuft die Spiaggia Sassonia, ein langer mit
Kieseln durchsetzter Sandstrand mit breiter Promenade.
Nordwestlich erstreckt sich der kürzere Lido,
Sand weit und breit und reihenweise Sonnenschirme.
Hier ist mehr los. Zwischen den beiden Stränden
liegt der Hafen, wo man ganz frischen Fisch kaufen
und sich die besten Stücke aus dem letzten Fang
heraussuchen kann - besonders gut sind die vongole
oder Babymuscheln.
Die preiswerteste Art Fisch zu essen, bietet sich
im Self- Service Restaurant am Hafen, das von einer
Fischerkooperative geführt wird.
Nördlich und südlich von Fano gibt es weitere
schöne und nicht überfüllte Sandstrände,
die öffentlich zugänglich sind, und wo man
nichts zahlen muß.