Der Zauber der Provinz Sondrio liegt in einem Mix
aus Epochen und Stilrichtungen. Der Mensch hat es
hier geschafft, die unbändige Natur zu besiegen
und eine exzellente Weinbauregion zu schaffen.
Das Gebiet
Am Eingang zum Malenco-Tal gelegen, bildet Sondrio
das Herz der Valtellina. Typisch für die Zone
sind die Weinberge, die sich auf den Hängen
der Rhätischen Alpen ausbreiten. Schon seit
dem 15. Jh. werden die Gebiete auf der Nordseite
des Tals von Wäldern und Felsen befreit um
Weinterrassen anzulegen. Noch heute tragen diese
nicht nur zur Wirtschaft der Stadt bei, sondern
auch zum Kulturgut. Diese Böden sind ein einzigartiges
Beispiel was die Umgestaltung des Bodens von Seiten
des Menschen anbelangt, vor allem, wenn man bedenkt,
dass Klima und Bodenbeschaffenheit nicht gerade
vorteilhaft sind.
„Piazza Garibaldi“ mit seinen eleganten
neo-klassischen Palästen, das Kino-Theater
„Perdetti“ aus dem Jahre 1820, „Palazzo
Carbonera“ und „Palazzo Martinengo“
in neoklassischem Stil, bilden das Stadtzentrum
der Stadt Sondrio. Nahezu jede Stilepoche ist vertreten:
Antike, Renaissance, Barock, Neoklassik, Moderne
und Zeitgenössische;
Reisewege
Von Sondrio aus erreicht man auf einfachem Wege
das Malenco-Tal, ein idealer Ort für Wander-
und Alpinsportler. Hohe Gipfel und mächtige
Gletscher charakterisieren das Tal und machen aus
ihm ein perfektes Ausflugsgebiet. Die Ursprünge
des Tals gehen in die Eiszeit zurück; der hintere,
schmalere Teil teilt sich in zwei Abschnitte: einer
dringt in das Disgrazia-Massiv ein, der andere,
das Lanterna-Tal, schlängelt sich durch die
Bernina-Gruppe durch. Das Herz des Tales ist die
Stadt Chiesa in Valmalenco, eines der größten
Schigebiete der Region.
Ideal für lange, entspannende Spaziergänge
ist der Valtellina-Weg entlang des Flusses Adda,
in unmittelbarer Nähe von Sondrio. Zur Zeit
verbindet die Strecke die Ortschaften Albosaggia
und Fusine, in Zukunft soll sie aber an beiden Seiten
ausgebaut werden: bis nach Colonna im Westen und
bis Castello dell’Acqua im Osten. Teils gestampfter
Boden, teils asphaltiert, ist die Straße links
und rechts von dichter Vegetation gesäumt.
Gastronomie
Typisch für die Gastronomie der Provinz Sondrio
sind die Bresaola und Pilze. Die Bresaola aus dem
Valtellina ist ein besonders mageres Fleisch und
wird deswegen oft für Diäten empfohlen.
Die verbreitetsten Pilze im Valtellina-Gebiet sind
die Pfifferlinge, Parasole und Steinpilze. Das bekannteste
Gericht der Valtellina-Küche sind die „pizzoccheri“,
Buchweizen-Bandnudel mit geschmolzener Butter und
halbfettem Käse. Typische Süßspeise
ist die „Besciola“, eine Art Brot mit
getrockneten Früchten (Rosinen, Nüsse,
Feigen), das vor allem in der Weihnachtszeit, als
Ersatz für Panettone und Pandoro, gebacken
wird.
Einen wichtigen Beitrag zur Landwirtschaft leistet
der Weinbau, der auf eine lange Tradition zurückblicken
kann. Seit Hunderten von Jahren bereits werden viele
verschieden Rebsorten angebaut, die besten für
die Zone sind jedoch Nebbiolo, Pignola, Rossola
und Frugola.
Sport und Freizeit
Sondrio und Umgebung bieten eine Reihe von Sportmöglichkeiten:
u.a. Trekking, Golfen, Schifahren und Alpinsport;
im Süden von Sondrio, im „Parco delle
Orobie Valtellinesi“ zum Beispiel, finden
Trekking- und Mountainbikefans ideale Voraussetzungen,
während nur 5 km von Sondrio entfernt, in Caiolo,
die Golfspieler sich an einem wunderschönen
18-Loch-Golfplatz erfreuen können. Chiesa in
Valmaleco, Caspoggio und Lanzada sind die größten
Schigebiete der Zone. Ein beliebtes Tourismusgebiet
ist Formano; es verfügt über schöne
Hotelstrukturen und geeignete Sport- und Freizeiteinrichtungen.
Attraktionen sind das Hallenschwimmbad, die Tennisplätze
und Sporthallen;
Veranstaltungen
Nicht verpassen sollten Sie das „Sondrio Festival“,
bei dem die besten Dokumentarfilme über Naturparks
vorgeführt werden. Das Festival ist ein internationaler
Filmwettbewerb der Anfang Oktober stattfindet und
sich den Naturparks und Reservaten auf der ganzen
Welt widmet. Die 20. Ausgabe findet vom 16. bis
zum 22. Oktober 2006 statt. Die Absicht des Festivals
ist es, den Leuten die Bedeutung von Schutzgebieten
näher zu bringen und ihnen die Notwendigkeit
des Umweltschutzes klar zu machen.