Mantua.
Charakteristisch für das Gebiet der Provinz
Mantua sind die kleinen, idyllischen Ortschaften
aus der Renaissance-Zeit, die sowohl für die
Augen, als auch für den Gaumen ein Genuss sind.
Die Reisewege
Paläste, Herrenhäuser, Parks und Städte
im Stile der Renaissance-Kunst schmücken die
Provinz Mantua. Unzählige Reisewege schlängeln
sich durch das Land und an den Seen vorbei und bieten
immer wieder neue Überraschungen für den
Reisenden. Auf keinen Fall auslassen dürfen
Sie Sabbioneta, eine Stadt, die unter der Leitung
von Vespasiano Gonzaga mit dem Ziel entstand, eine
„ideale“ Stadt zu gründen. Die
von Mauern aus dem 16. Jh. geschützte Stadt
hat eine Reihe von Attraktionen zu bieten: die Eingangstore
„Imperiale“ und „Vittoria“,
die Galerie der „Antichi“ auf der „Piazza
d’Armi“ sowie das „Teatro Olimpico“,
das von Vincenzo Scamozzi entworfen und von Paolo
Veronese mit Fresken verziert wurde. Ebenso sehenswert
sind die Kirche „Santa Maria Assunta“,
der „Palazzo Ducale“ und der „Palazzo
Giardino“.
Die Suche nach den schönsten Kirchen führt
zur gotischen Kathedrale von Asola, aber auch zu
den Ortschaften Castiglione delle Stiviere, Cavriana,
Curtatone, Ostiglia, Medole (hier wird ein Werk
von Tiziano aufbewahrt) und nach San Benedetto Po
mit der, von Giulio Romano, wiederaufgebauten Abtei.
Redere mit den Resten des Wohnsitzes der Herrscherfamilie
der Gonzaga und dem Schloss "Goffredo"
ist genauso wie Marmirolo mit der Jagdhütte
im Naturschutzgebiet "Bosco della Fontana"
einen Besuch wert.
Traditionen
Da die Provinz Mantua sehr bodenverbunden ist, haben
die meisten „sagre“ und Veranstaltungen
ihren Ursprung in der Natur und in den Jahreszeiten.
Natur und Schutzzonen
Die Provinz Mantua besteht hauptsächlich aus
idyllischen Ebenen zwischen den Flüssen Po
und Mincio und beherbergt eine Vielzahl von Schutzzonen,
Parks und Seen. Der interessanteste Park ist der
„Parco del Mincio“, der die Naturreservate
der Mincio-Täler und von Castellaro Lagusello,
den Fontana-Wald und den Bertone-Park umfasst. Längs
des rechten Ufers des oberen Sees, schlängelt
sich der Park „Green Line“; der Naturpark
„Oglio Sud“ umfasst die Reservate „Le
Bine“, „Torbiere de Marcaria“,
die Ebenen von Runate, das Torfmoor der „Valli
di Mosio“, die Sumpfgebiete von San Alberto
und Boschina Mostizza und das Weidenwäldchen
an der Mündung des Oglio.
Gastronomie
Dank der zahlreichen Wasserläufe die das Gebiet
durchziehen, gehört neben den vielen landwirtschaftlichen
Produkten auch der Fisch zur mantuanischen Küche.
Viele kulinarische Spezialitäten haben ihre
Wurzeln in der Zeit der Este-Herrschaft. Die wichtigsten
Zutaten sind der Reis und der Kürbis. Die Polenta
ist hier, im Gegensatz zu den angrenzenden Zonen,
eher weniger verbreitet – wenn, dann als Antipasto
in Begleitung des würzigen „Gras pistá“
(würziger Speckbrei). Die verbreitetsten Fischarten
sind Zwergwels, Forelle und Hecht. Das Fleisch -
Rind, Geflügel und Wild - wird am liebsten
geschmort, gekocht oder gebraten. Eierkuchengerichte
werden oft mit frittiertem Fisch oder kleinen Süßwassergarnelen
zubereitet. Typische Wurstwaren sind der„salame
mantovano“ und verschiedene Wurstsorten aus
Zunge, Bauchspeck oder Schinken. Mit Ursprungssiegel
versehene Käsesorten sind der Grana Padano,
der Parmigiano Reggiano und der Provolone Valpadana,
aber auch der Ricotta, der Mascarpone und der Stracchino.
In ganz Italien kennt man die „sbrisolona“,
eine typische Süßspeise aus Mandeln und
Zucker. Aus Mantua kommt auch die „mostarda“
(gewürzte Konfitüre), eine Beilage für
Hauptgerichte. Die landwirtschaftlichen Produkte
sind auch Protagonisten der lokalen „sagre“
und Veranstaltungen.
Sport und Freizeit
Während Kultur und gutes Essen zum Relaxen
einladen, bilden blühende Natur- und Seenlandschaft
ein ideales Paradies für Wanderer und Sportler:
Radwege, Motocross-Pisten und Kanu- und Kajakverleihe
gibt es in Hülle und Fülle in der Provinz
Mantua.