Lodi.
Die Provinz Lodi, im Herzen der Poebene, lebt von
der Landwirtschaft und ihren köstlichen Produkten.
Schlösser und Wallfahrtskirchen sowie die Tradition
der Keramikverarbeitung geben der Provinz ihre Faszination.
Die Landschaft
Immer wieder wird die liebliche und gleichmäßige
Ebene von Wasserläufen durchzogen. Überschwemmungen
haben die Böden der Ebene so fruchtbar gemacht;
der tonhaltige Boden gibt außerdem den Grundstoff
für die Keramikproduktion ab, das Traditionshandwerk
Lodis. Eine Reihe von Schutzzonen und Naturparks
überziehen das Gebiet; der wichtigste ist der
„Parco dell’Adda Sud“ der teils
auch das Gebiet von Cremona umfasst. Die Vegetation
ist von Pappelfeldern, sowie von Feucht- und Sumpfgebieten
geprägt, in denen viele Tier- und Vogelarten
beheimatet sind. Das Sumpfgebiet des Naturreservats
„Monticchie“ schmücken alte Mühlen
und Bauernhäuser. Zwei weitere Naturzonen sind
die „Tenuta del Bosone“ und das Fischereigebiet
„Paradiso“.
Die Ausflüge
Die Schlösser und Kirchen, die die Landschaft
Lodis verschönern, gehen auf die Zeit des römischen
Kaiserreiches zurück, in der der Fluss Adda
noch eine wichtige Verteidigunslinie bildete. Wer
das Teilstück der antiken Via Francigena, der
Verbindungsstraße zwischen dem alten Rom und
Gallien, entlang läuft, kann die Ortschafen
Orio Litta und Corte Sant’Andrea besichtigen;
Dass Lodi schon immer landwirtschaftlich geprägt
war, bezeugen die vielen Museen der bäuerlichen
Kultur: Cavacurta, Cavenago d’Adda, Livraga,
Mairago, Montanaso Lombardo, Sant’Angelo Lodigiano.
Auf der Suche nach Villen und Schlössern landet
man in den Dörfern Borghetto Lodigiano, Sant’Angelo
Lodigiano, Camairago, Castiglione d’Adda,
Fombio, Maleo, Somaglia, Maccastorna, Casalpusterlengo,
Codogno, Comazzo, Turano Lodigiano, Castelnovo Bocca
d’Adda.
Tradition und Handwerk
Das wichtigste Volksfest der Provinzhauptstadt wird
am Jahrestag des Heiligen Sebastian, am 19. Januar
gefeiert; es wird auch „Festa della Madonna
della Merla“ genannt; anlässlich des
Festes, werden, in Begleitung von Volksliedern und
Litaneien, unter dem „Broletto“ (Gerichtsgebäude)
in großen Kesseln Kutteln gekocht und an die
Leute verteilt. Bäuerliche Tradition sind auch
die unterm Jahr abgehaltenen Feste „zu Ehren“
verschiedener landwirtschaftlicher Produkte und
die Wallfahrten.
Lodi ist für die Tradition der Keramikproduktion
berühmt; diese Tradition geht auf das 6. Jh.
zurück.
Traditionsküche
Die bekanntesten Produkte Lodis sind sicher die
verschiedenen Käsesorten wie z.B. der Pannerone
und der Granone Lodigiano sowie Gorgonzola und Stracchino;
der berühmteste Käse ist der Mascarpone,
der aus geronnener, frischer Sahne gemacht wird;
Typische Gerichte sind Reis mit Wurst, Safranreis,
frittierte Polenta, Ochsengaumen, Hasenauflauf und
Taube. Die bekanntesten Süßwaren sind
die Kekse von Cordogno, die „tortionata“
(Mandeltorte), die „torta di Casale“
und die Amaretto-Kekse.
Sport und Wandern
Die friedvolle Landschaft, die bezaubernden Gewässer
und die ausgezeichnete Küche laden zum Relaxen
ein; wer sich seine Zeit im Freien vertreiben will,
findet in der Provinz Lodi Spazier- und Radwege
entlang der Wasserläufe, aber auch zwischen
den antiken, wunderschönen Ortschaften.