Como.
Von Como nach Bellagio, auf der Westseite des Comersees,
erwartet Sie eine beeindruckende Wanderung auf der
Suche nach dem Heiligen Berg Ossuccio, der von der
UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Entdecken
werden Sie auch charakteristische, mittelalterliche
Ortschaften, vornehme Villen aus dem 18. Jh. und
schöne Wanderrouten.
Die Schmuckstücke des Comersees
Como liegt am äußersten Punkt des westlichen
Seearmes. Von hier aus, erreicht man wunderschöne,
seewärts gelegene Bergdörfer oder zwischen
Hügeln eingebettete kleine Siedlungen. Alle
Ortschaften die auf der Seeseite liegen, sind ideale
Urlaubsorte - zu jeder Jahrezeit. Erreichen können
Sie die Dörfer mit dem Schiff oder mit der
Seilbahn oder über kleine, kurvige Bergstraßen,
die wunderschöne Aussichten und eine unversehrte
Natur bieten. Die bekannteste Ortschaft ist sicher
Bellagio mit ihrer, von antiken Mauern geschützten,
Altstadt. Bellagio erreicht man über kleine,
enge, sich schlängelnde Bergstraßen;
ein Teil der Ortschaft liegt aber auch direkt am
See und beherbergt luxuriöse Hotels und schöne
Einkaufsstraßen. Dass der Ort sehr alt ist,
beweist die romanische Kathedrale „San Giacomono“
aus dem 13. Jh., die auch im Inneren noch das antike
Flair aufrecht hält. Die Villen „Serbelloni“
und „Melzi“ auf dem Gipfel des Vorgebirges
sind beeindruckende Beispiele adeliger Wohnsitze
des 17. und 18. Jh. Auf keinen Fall auslassen dürfen
Sie die großen, antiken Parkanlagen, von wo
aus man ein traumhaft schönes Panorama erleben
kann.
Die Ortschaft Brunaria in der Nähe von Como
ist über eine über 100 Jahre alte Seilbahn
zu erreichen. Wer den Aufstieg zu Fuß bevorzugt,
kann bei der Eremitage „San Donato“
eine gemütliche Pause einlegen. Brunate eignet
sich hervorragend für Wanderungen auf wunderschönen
Wegen, die verschiedene Villen im Liberty-Stil untereinander
verbinden und zur Kirche „Sant’Andrea“
führen. Ein weiterer beeindruckender Ort ist
„Laglio“, nicht nur wegen seines lieblichen
Zentrums, sondern auch wegen der Wälder, die
ihn umringen. Außerdem lockt die Höhle
„Buco dell’Orso“, in dem Bärenknochen
und andere prähistorische Gegenstände
entdeckt wurden; einige Fundstücke sind im
Rathaus des Ortes ausgestellt. In Moltrasio hingegen
spaziert man zusammen mit dem Rauschen des Baches
an prächtigen Villen vorbei, Villen, die von
der Liebe der alten Adelsfamilien für diesen
Ort zeugen: Die Villen „Passalacqua Bellini“,
„Fasola“, „Erker Hocevar“
und „Ghisio“ und ihre dazugehörenden
Parks, versprühen noch heute das spezielle
Flair der früheren Zeiten; in einigen hielt
sich auch der Komponist Vincenzo Bellini des öfteren
auf. Im Dorf kann man die reizende romanische Kirche
„Sant’Agata“ mit dem Glockenturm,
in typisch lombardischem Stil, verziert mit zweibogigen
Fenstern, bestaunen. Typisch mittelalterlich geprägt
ist hingegen Brienno, eingeklemmt zwischen einem
kleinen Hafen und engen Bergstraßen, in einer
Landschaft, die noch immer die einstige Atmosphäre
bewahrt. Interessant ist ein Besuch der Kirche „Santi
Nazaro e Celso“, von dessen Kirchenplatz aus
man eine wunderschöne Aussicht genießen
kann, und der antiken romanischen Kirche „Sant’Anna“.
Ein Ausflug nach Baradello, nur wenige Kilometer
von Como entfernt, muss unbedingt eingeplant werden.
Auf einem Hügel weist eine großer, stattlicher
Turm auf die Stelle hin, an der, zwischen befestigten
Mauern, inmitten des Parks „Spina Verde“,
das Schloss aus dem 13. Jh. steht. Die antiken Monumente,
die Naturschönheiten und das Panorama machen
diesen Ausflug zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Baradello ist auch der Name eines mittelalterlichen
„Palio“, der Anfang September in Cernobbio
abgehalten wird: ein Wettbewerb zwischen den Stadtvierteln,
im Stile eines mittelalterlichen Ritterturniers
mit Schubkarrenrennen und Regatta.
Die Natur
Die Zone um Como und vor allem das Intelvi-Tal zwischen
dem Comersee und dem Lugano-See ist ideal für
Wanderausflüge. Das Tal ist circa 12 km lang
und reich an blühenden Grünzonen und idyllischen
Anhöhen, die langsam in die Voralpen übergehen.
Von Argegno aus, durch Wälder und über
Straßen, an alten Ortschaften und schönen
Villen vorbei, erreicht man Lanzo und San Fedele,
zwei einladende, gut ausgestattete Touristenzentren.
Eine Attraktion im Sommer sind die Naturwanderungen
im Gebiet der Lariani-Berge, im Winter besonders
der Sighignola-Berg. Auf keinen Fall auslassen dürfen
Sie einen Ausflug auf die Insel Comacina: Tauchen
Sie ein in die grünen Wälder des Costone-Berges
und machen Sie eine Reise in die Vergangenheit zwischen
archäologischen Fundstücken, die bis auf
das 2. Jh. v.Chr. zurückgehen. Ein wahres Schmuckstück
ist eine wunderschöne, romanische Pfarrkirche.
Sie werden überwältigt sein von der Stimmung,
die die stillen Wasser des Sees auströmen.
Von der Insel aus, erblickt man den „Sacro
Monte di Ossuccio“ (Heiliger Berg Ossuccio),
der von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt
wurde. Der Weg auf den Wallfahrtsort „Beata
Vergine“ ist geschmückt mit angelegten
Olivenhainen und malerischen, kleinen Kapellen aus
dem 17. Jahrhundert. Die Hauptattraktion der Provinz
ist aber zweifelsohne der Comersee. Im Motorboot
oder im Segelschiff können Sie den See erkunden
und versteckte romantische Buchten entdecken.
Handwerk und Gastronomie
Was heute Traditionshandwerk ist, war früher
Beruf der Bewohner der Zone: Holz-, Weiden- und
Seidenverarbeitung. Vor allem in Bellagio gibt es
noch viele Werkstätten in denen Stoffe für
Krawatten und Tücher, aber auch für Kleider
und Haushalt bearbeitet werden.
Die Küche der Zone hängt natürlich
eng mit dem zusammen was der See hergibt: Forelle,
Schleie und Barsch; aber auch Wildgerichte mit Polenta
als Beilage, sind typisch für die Zone.