Villanova
d'Albenga.
Von den befestigten Orten, welche die Stadt Albenga
im 13. Jahrhundert gründete um die Zugangswege
zu der weiten Ebene im Hinterland zu schützen,
ist Villanova der wichtigste Ort. Erbaut im Jahre
1215 mit einem polygonalen Grundriß ist der
Ort mit einer Stadtmauer mit zehn Türmen umgeben.
Vom ursprünglichen "Villa nova" ist
noch ein schöner Brunnen mit einer Abdeckung
und einer originalen Kette erhalten. Der Name der
Pfarrkirche Santo Stefano di Cavatorio außerhalb
der Stadtmauer direkt bei Villanova wurde von einem
kleinen Ort abgeleitet, der nach der Gründung
von Villanova aufgegeben wurde. Im Inneren der Kirche
befinden sich Fresken aus dem 15. und dem 16. Jahrhundert.
Drei Jahrhunderte später wurde der Ort Coasco
aufgegeben, von dem heute nur noch wenige Ruinen
und die kleine Kirche San Marco mit einem Triptychon
aus dem 14. Jahrhundert von Pietro Guidi zu sehen
sind. In der Nähe von Santo Stefano befindet
sich die Kirche Santa Maria del Soccorso oder auch
"die Runde" genannt, eine Kirche aus dem
Jahre 1520 und eine der wenigen runden italienischen
Kirchen mit einem zentralen Grundriß. Im Ort
kann man das Oratorium aus dem 17. Jahrhundert und
die Kirche Santa Caterina aus dem Jahre 1620 besichtigen.
An der Zufahrt zum Arrosciatal (das Flußgebiet
steht unter Naturschutz) liegt die Pferderennbahn
"Ippodromo dei fiori" und der Flughafen
"C.Panero" (mit einer Flugschule, der
Möglichkeit zum Fallschirmspringen und einer
kleinen Startbahn für Modellflugzeuge) für
kleine Flugzeuge und Sportflugzeuge, an den der
gesamte Blumenmarkt des Ponente angebunden ist.
Diese "Nischenproduktion" von Villanova,
die Produktion von Veilchen, besteht seit mehr als
hundert Jahren. Die Blumen werden zusammen mit den
Blättern verpackt nach ganz Europa verschickt.
Verschiedene der lokalen Spezialitäten gibt
es auch in anderen Orten des Ponente, wie "Zemin",
eine Gemüsesuppe mit Basilikum. Etwas schwieriger
ist schon der "Ventre" zu finden, ein
luftgetrockneter Thunfischmagen, der mit Pinienkernen
eingelegt wird, oder auch die "Strene",
Kekse mit kandierten Früchten, Rosinen und
farbigem Zuckerstreusel.