Valli
Trebbia und AntolaMontebruno.
Das antike "Castrum Montisbruni" ist heute
ein kleiner ländlicher Ort im oberen Trebbiatal
inmitten einer mit Buchen-, Kastanien- und Nadelwäldern
dicht bewachsenen Hügellandschaft mit einer
Höhe von 700 bis 800 m, die bis hinauf zur
Grenze des Naturparks Antola reicht. Diese Landschaft
ist ein ideales Gebiet für Pilze, und die lokale
Küche bietet dafür auch eine Vielzahl
verschiedener Möglichkeiten für ihre Zubereitung
an, sowohl als Vorspeise als auch als Hauptgericht.
Neben den Rezepten für Pilzgerichte gibt es
die Canestrelli, ein typisches Gebäck des ligurischen
Hinterlandes, das in Montebruno bereits auf eine
zweihundertjährige Tradition zurückblicken
kann.
Man sagt, daß die alte Steinbrücke mit
ihren vier Bögen über den Trebbia von
den Doria errichtet worden sei. Diese Brücke
verbindet den Ort mit dem rechten Ufer des Trebbia.
An dieser isolierten Stelle wurde im Jahre 1486
die Wallfahrtskirche der Nostra Signora von Montebruno
errichtet.
Einem stummen Jungen soll hier die Madonna erschienen
sein, die ihm die Stimme wieder zurückgegeben
hat. In der Wallfahrtskirche befinden sich Fresken
und Dekorationen aus verschiedenen Epochen, darunter
auch eine hölzerne Madonna orientalischer Herkunft
und unter den Ex Voto befinden sich auch Fragmente
der Galeere von Andrea Doria. Neben dem ehemaligen
Augustinerkloster ist eine ständige Ausstellung
"Sacro in Val Trebbia" (religiöse
Kunst im Trebbiatal) und ein sehr umfangreiches
Heimatmuseum eingerichtet.
In Montebruno verweilten früher einmal der
Kartograph Matteo Vinzoni und die erste weibliche
Ballonfahrerin, Madame Sophie Blanchard, die hier
im Wald in der Nähe des Ortes eine glückliche
Notlandung durchführen mußte und damit
eine Art Legende um ihren Namen im Ort geschaffen
hat. Beim jährlichen Fest wird an die Luftfahrt
und das waghalsige Unternehmen der Französin
erinnert, aber es wird auch die Berufung von Montebruno
für die beiden Extremsportarten, dem Gleitschirmfliegen
und dem Ballonfahren, gefeiert. Für diejenigen,
die lieber festen Boden unter den Füßen
verspüren möchten, gibt es verschiedene
Wanderwege, die sich mit dem ligurischen Höhenwanderweg
überschneiden wie der Wanderweg nach Barbagelata
und der Wanderweg zum Brugnetosee.