Valli
del genovesatoTiglieto.
Ein paar verstreute Ortsteile mit wenigen Einwohnern
und wie der Name Tiglieto (kleine Linde) schon andeutet,
vor allem Wald mit Kastanien, Tannen, Erlen, Nußbäumen,
Eichen und Linden, die hier auf der linken Talseite
des Flusses Orba, in Richtung zur Provinzgrenze
mit Alessandria, dichte Wälder bilden. Wir
befinden uns bereits hinter der Wasserscheide zwischen
Ligurien und dem Piemont. Der Fluß Orba fließt
vor Ovada in den Stura, der wiederum in den Fluß
Po mündet. Der südliche Ausläufer
dieses Gebietes reicht bis zum Faiallopaß
westlich des Turchino und hinein in den Naturpark
des Beiguamassivs, das sich in nördlicher Richtung
ausdehnt und auch einen Großteil des Waldgebietes
mit dem Ort Badia del Tiglieto umfaßt. Dies
war die erste Ansiedlung der Zisterziensermönche
in Italien, die 1120 am gleichen Ort gegründet
wurde, an dem sich das Benediktinerkloster befunden
hatte. Hier hielt sich auch der heilige Bernhard
auf und im Jahre 1747 fand hier eine wichtige Schlacht
zwischen den Österreichern und den Genuesen
statt. Der mitten im Wald liegende Gebäudekomplex
besteht aus einer Kirche und dem Konvent, das nicht
besichtigt werden kann, da es sich bereits seit
über zweihundert Jahren in Privatbesitz befindet.
Wie in anderen Orten war die Präsenz der Mönche
ein ausschlaggebender Impuls für die Landwirtschaft
und das Handwerk in diesem Gebiet. Die kleinen Weiler
sind heute nur noch spärlich bewohnt, aber
die schöne und unberührte Natur zieht
viele Touristen an, die hier lange Spaziergänge
in Wäldern unternehmen und Pilze sammeln können,
die man hier während der Saison in großer
Menge finden kann oder auch als einheimische Spezialität
in den Trattorie und den Bauernhöfen mit Fremdenzimmern
genießen kann. Neben den ausgedehnten Wanderungen
kann hier auch Fußball, Tennis und Minigolf
gespielt werden.