Valli
del genovesatoRonco
Scrivia.
An der Via Postumia wurde bereits in römischer
Epoche die erste Ansiedlung von Ronco Scrivia auf
einer Schwemmebene gegründet. Die gegen Ende
des 19. Jahrhunderts gebaute Eisenbahn und danach
die Autobahn hat den Ort geteilt, der damit auch
seine bäuerliche Struktur ablegte und zu einer
Ansiedlung für Industrieunternehmen wurde.
Entlang der Staatsstraße befinden sich auch
die Ortsteile Isolabuona und Borgo Fornari mit Villen
im Jugenstil sowie schönen Parkanlagen, Erinnerungen
an die Epoche der Sommerfrische der Genueser. Auf
den Anhöhen über Ronco stehen noch einige
der Sommerresidenzen, denn der Ort wurde 1945 schwer
bombardiert (die Gemeinde erhielt damals eine Anerkennung
für Zivilcourage) und dabei fast völlig
zerstört, denn Ronco war damals ein wichtiger
Knotenpunkt der Eisenbahn.
Sehr beachtlich ist auch die Ruine der Burg von
Borgo Fornari aus dem 13. Jahrhundert, damals die
wichtigste Befestigungsanlage des Scriviatals. Das
Symbol von Ronco ist jedoch die Brücke aus
dem 15. Jahrhundert. In der Pfarrkirche von San
Martino befinden sich zwei Gemälde von Orazio
De Ferrari und Giovanni Lorenzo Bertolotto.
Im Ort werden natürlich auch Feste veranstaltet
wie das sommerliche Bierfest und das Fest zur Erinnerung
an die alte Münzanstalt, um nur einige der
wichtigsten Veranstaltungen zu nennen. Im 17. Jahrhundert
vermählte sich ein Abkomme des Adelsgeschlechts
der Ronco mit einer Tochter aus dem Hause Spinola.
Zur Erinnerung an diese Begebenheit wird heute ein
Festzug mit historischen Tänzen, Duellen und
Gerichten aus dieser Epoche veranstaltet. Auf die
Station des Monte Reale (902 m), hier befand sich
früher einmal eine Burg, führt ein Wanderweg
zu einer Kapelle, die der Madonna di Loreto geweiht
ist. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick
über die Schlucht des Scrivia bis zu den Hügeln
des Monferrato und den Alpen. Vom alten Stadtteil
Villavecchia führt eine Straße durch
die Wiesenlandschaft auf den Berg Porale zu einer
Kapelle, die an der Stelle des um das Jahr 1200
gegründeten Bnediktinerklosters errichtet wurde.
In den Ortsteilen Cipollina, Banchetta und im Naturschutzgebiet
von Tana D'Orso wird noch Landwirtschaft und Viehzucht
betrieben und es wird ein sehr guter lokaler Käse
produziert, alles Traditionen, die sich nur in diesem
Teil des Tales noch erhalten haben.