Valli
del genovesatoMontoggio.
Im Gebiet von Montoggio entspringt der Fluß
Scrivia, ein rechter Zufluß des Po. Inmitten
der charakteristischen Landschaft des mittleren
Apennin zwischen Kastanienwäldern und steilen
Hängen liegt Montoggio, der erste Ort im oberen
Scriviatal, wenn man vom Scofferapaß kommt.
Die Brücke von Bromia stammt aus der Römerzeit,
die ersten urkundlichen Erwähnungen des Dorfes
Montoggio finden sich in den kirchlichen Archiven
aus dem 12. Jahrhundert. Zuerst für ein Jahrhundert
im Besitz der Malaspina geht der Ort dann in der
zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts an die
Fieschi. Aus der Regierungszeit dieser Familie sind
noch die Reste des Schlosses erhalten, das nach
der Verschwörung im Jahre 1547 von Andrea D'Oria
gesprengt wurde. Montoggio teilt sich mit Genua
den "Balilla", denn sein Geburtshaus soll
sich hier in der Nähe von Montoggio befunden
haben. Die schöne Gemäldesammlung der
Pfarrkirche San Giovanni Decollato, die dem Historischen
Museum des oberen Scriviatales angegliedert wurde,
gibt auch einen Hinweis auf die einflußreichen
Genueser Bürgerfamilien, die hier rund um Montoggio
den Sommer zu verbringen pflegten. Vor kurzem wurden
verschiedene Gemälde der Genueser Schule aus
dem 17. Jahrhundert und dem 18. Jahrhundert restauriert,
darunter auch Kunstwerke von Antonio Maria Piola,
Domenico Fiasella, Orazio De Ferrari und Bartolomeo
Guidobono. Die Wallfahrtskirche von Tre Fontane,
in der zur Zeit ein Museum für Ex Voto gegründet
wird, entstand im 18. Jahrhundert an der Stelle
eines alten Klosters und ist ein Ausgangspunkt vieler
Wanderwege. Einer der schönsten Rundwege führt
zum See des Nocitals und auf den Gipfel des Monte
Bano (1035 m). Ein anderer schön ausgestatteter
Wanderweg führt vom Dorfplatz über Wiesen
und Obstgärten zum Penteminatal, in dem der
Scrivia entspringt. Ein etwas anderer Sport sind
die Quad-Exkursionen. Unter dem Zeichen der Canestrelli
und der weißen Kartoffel, typisch für
Montoggio, wird alljährlich ein traditionelles
Fest veranstaltet.