Valli
del genovesatoCrocefieschi.
Auf dem Verlauf der Wasserscheide zwischen dem Seminellatal
und dem Vobbiatal dominiert der Ort Crocefieschi
auf einer Höhe von 741 die Mitte des oberen
Scriviatals. Der Ortskern wurde um das Jahr 1000
in dieser strategisch wichtigen Position errichtet
und trug damals den Namen "Croce" oder
auch "Parissone" als Ableitung auf die
Grabsteinfunde aus der Zeit des römischen Kaisers
Augustus. Auf der typischen mit Platten belegten
Gasse erreicht man in der Ortsmitte die beiden markgräflichen
Palazzi der Fieschi, der damaligen Herren von Croce,
aus dem 13. Jahrhundert. Die Fassaden dieser beiden
identischen Gebäude mit quadratischem Grundriß
weisen auf die Piazza IV Novembre, auf der sich
auch das Rathaus befindet. Von der bepflanzten Terrasse
aus, die auch Giardino del Cavallo genannt wird,
hat man eine schöne Aussicht auf die Dächer
des Dorfes und die Piazza. In der Pfarrkirche von
S.Croce, die in den Jahren 1578-79 erbaut wurde,
werden zwei Gemälde und zwei Statuen aus 17.
Jahrhundert aus der Schule Maragliano aufbewahrt.
Das Schloß der Fieschi wurde im Jahre 1547
im Zuge einer Verschwörung vollständig
zerstört. In der zweiten Hälfte des fünfzehnten
Jahrhunderts lebte hier auch die Heilige Caterina
Fieschi Adorno, abwechselnd in Genua und in Crocefieschi.
Der Ort ist heute immer noch eine bevorzugte Sommerfrische
der Genueser und Mailänder, denn Crocefieschi
hat sich mit seiner schönen Landschaft, aber
auch den feinen Canestrelli, einem typischen Buttergebäck,
und dem einheimischen Käse mit seinem unverwechselbaren
Geschmack seinen Ruf als Fremdenverkehrsort bewahrt
und bleibt damit allen Feriengästen immer in
guter Erinnerung. Die Wanderbegeisterten schätzen
die schönen Wanderwege zum Monte Antola, nach
Alpe di Vobbia und auf die Bergkette des Reopasso
(1050 m) mit ihrem charakteristischen Profil. Der
Reopasso, der "Passo Malvagio", und der
Gipfel im Norden, "Carrega del Diavolo",
erhielten ihre Namen auf Grund der schwierigen Begehbarkeit.
Es gibt immer noch einen mit Drahtseil abgesicherten
Pfad und einen Weg zur Grotte, einem Mekka für
Felskletterer und Speläologen.