Valli
del genovesatoCeranesi.
Innerhalb weniger Kilometer vom Meer hinauf zu den
Bergen. Das Gemeindegebiet von Ceranesi im Westen
Genuas reicht von der Talsohle bis hinauf zu den
Bergen in eine Höhe von 1000 m. Der Besucher
erreicht hier den Hochapennin, nachdem er die Akazien
des Talgrundes hinter sich gelassen und die Pinienwälder
auf halber Höhe durchquert hat.
Das Tal des Polcevera wird von der Wallfahrtskirche
der Madonna della Guardia auf einer Höhe von
804 m nahe am Gipfel des Monte Figogna (817 m) dominiert.
Dies ist die bedeutendste Wallfahrtskirche von Ligurien,
ein ständiges Ziel von Pilgern und ein unersetzbarer
Andachtsort für die Genueser. Der Bau des jetzigen
Gebäudes wurde 1890 zum fünfhundertjährigen
Jubiläum der Erscheinung der Madonna vor dem
Seligen Benedetto Pareto vollendet, dem auch eine
Kapelle gewidmet ist, die zu Ende des 16. Jh. an
seinem Wohnhaus errichtet wurde.
Auf der Straße zu der Wallfahrtskirche kommt
man durch die Ortschaft Torbi, Sitz des "Paxo",
einem antiken Gebäude vorbei (dokumentiert
ab dem 13. Jh.), in dem damals die Rechtssprechung
stattgefunden hat. In San Martino von Paravanico
befindet sich "Ca' de Rossi", ein Gebäudekomplex,
der früher als Fuhrmeisterei auf dem Weg zu
den Capanne von Marcarolo diente. Die Hochebene
von Praglia, die über eine im Jahre 1938 eingeweihte
Straße mit dem Ortsteil von San Martino verbunden
ist, gilt als bevorzugte Sommerfrische und ist ein
schönes Ausflugsgebiet direkt nach Ceranesi.
Typisch für den Ort ist die handwerkliche Produktion
von geflochtenen Körben, den sogennanten "Scarbaggiu",
die noch von einigen Familien ausgeübt wird.
Der Ort ist ebenfalls in Ligurien bekannt für
seine Corzetti Polceveraschi, handgemachte Schmetterlingsnudeln
mit einer Soße aus Pinienkernen.