Valle
dell'OlivoLucinasco.
In Lucinasco wurde die Zeit in einer Epoche angehalten,
als die einzige Ressource noch aus dem Boden bestand
und der Olivenanbau eine Beschäftigung für
das ganze Jahr bot. Der Olivenanbau, begünstigt
durch die Position des Ortes auf einem Grat zwischen
dem oberen und dem unteren Imperotal, ist auch heute
noch das Markenzeichen dieses Ortes mit seinen Ursprüngen
in der Römerzeit. Ein Beispiel dafür ist
die Olivenlese, die hier in Lucinasco zu einem wirklichen
Ritus wurde, denn die Oliven werden mit der Hand
und ohne die Hilfe von Geräten gelesen. Aus
diesem Grund wurde der kleine Ort mit seinem Ausblick
auf das Meer und die Alpen auch von der Region Ligurien
als geeigneter Ort für die Promotion des Olivenöls
Extra Vergine gewählt sowie für den Aufbau
eines kleinen Parks zur Darstellung des Olivenanbaus.
Die künstlerische und alltägliche Vergangenheit
von Lucinasco, dem ehemaligen Lehen der Barone von
Ventimiglia, ist in dem nach Lazzaro Acquarone (geboren
in Lucinasco) benannten Museum dargestellt, das
im Schüleroratorium von S. Giovanni Battista
untergebracht wurde. Das Museum ist in zwei Abteilungen
unterteilt, eine Sektion mit einer etnographischen
Sammlung über die traditionellen Erwerbszweige
sowie ein Heimatmuseum mit Gegenständen des
täglichen Hausgebrauchs und religiöser
Kunst mit Gemälden und Skulpturen vom 15. bis
zum 17. Jahrhundert. Im Anschluß an diesen
Kunstbesuch kann die romanische Kirche der Maddalena,
ein Nationaldenkmal, zusammen mit der Pfarrei von
S. Stefano in einem herrlichen Park mit einem See
und Wasserfällen besichtigt werden.
Auf einem Wanderweg mit mittlerem Schwierigkeitsgrad
erreicht man über Pantasina den Colle d'Aggia.
Eine etwas längere Wanderung führt auf
den Monte Acquarone und in den Maddalenawald.
Im Juli wird in Lucinasco die Sagra del Polpo (das
Krakenfest) veranstaltet. Von Juni bis September
kann hier das Tontaubenschießen ausgeübt
werden.