Valle
ArrosciaRanzo.
Ranzo war bis zum 14. Jahrhundert ein Besitztum
der Del Carretto und der Clavesana, bis Giovanni
di Saluzzo, Marchese von Clavesana, einen Teil seiner
Ländereien an Genua verkaufte. Von der eindrucksvollen
Burg der Clavesana, die von der Anhöhe im Westen
den Ort Ranzo dominierte, sind nur noch wenige Ruinen
erhalten. Der Ort ist vor allem für sein gutes
Olivenöl und den hervorragenden Weißwein
Pigato bekannt und besitzt auch beachtliche Kunstschätze
und schöne Monumente wie die Kirche San Pantaleo
zu Füßen der Burg. Diese Konstruktion
aus den Anfängen der Romanik mit einer Apsis
aus dem 9. Jahrhundert befindet sich neben einem
zweiten Kirchenbau aus dem späten Mittelalter.
Der Laubengang ist mit Fresken aus dem 15. Jahrhundert
ausgeschmückt sowie mit schwarzem Stein, die
behauenen Portale stammen aus der Schule Cenova
und wurden ebenfalls im 15. Jahrhundert angefertigt.
Der Innenraum ist mit Fresken ligurischer Künstler
ausgemalt. Der schöne Flügelaltar aus
dem Jahre 1544 mit einer Darstellung der Madonna
mit den Heiligen Giacomo und Filippo in der Wallfahrtskirche
der Madonna delle Vigne und eine andere Darstellung
der Jungfrau in der Wallfahrtskirche der Madonna
della Misericordia werden Schiaffino zugeschrieben.
In Costa Becelega, einem zusammengedrängten
Ortsteil auf dem Hügelkamm vom Aquila befindet
sich die alles beherrschende Pfarrkirche von San
Bernardo mit dem Oratorium. Im Innenraum der von
den Benediktinern im 11. Jahrhundert erbauten Kirche
N.S. dell'Assunta, die in der Barockzeit restauriert
wurde, kann man die Fresken bewundern, mit denen
das Säulenportal aus dem 15. Jahrhundert bemalt
ist. Feinschmecker können in Ranzo auch Schnecken
probieren und im Arroscia kann geangelt werden.
Pietro Guido und sein Sohn Giorgio, beide sehr talentierte
Maler, wurden in Ranzo geboren.