Valle
ArrosciaMendatica.
Mendatica bedeutet soviel wie "manda acqua"
(schick Wasser), der Ort wird auch der "Turm
des Arrosciatals" genannt und er befindet sich
zu Füßen des Monte Fronté (2152
m). Die Gemeinde erstreckt sich über eine Fläche
in einer Höhe zwischen 700 und 1700 Metern
über dem Meeresspiegel. Zahlreiche Wasserläufe
schlängeln sich von Bergen durch die Wälder
mit Kastanienbäumen, Pinien, Buchen, Tannen
und Lärchen bis hinunter an die Brücken
aus dem Mittelalter (die Brücke von Roscia,
Gruppin, von Tana, Muneghe und Raigà) und
speisen die alten Steinbrunnen des Ortes.
Gegründet von der Bevölkerung, die der
Zerstörung von Albenga durch die Langobarden
im Jahre 644 entkam, nahm der Ort in den darauffolgenden
Jahrhunderten auch die Bewohner der Küste auf,
die von den Sarazenen bedroht wurden. Um das Jahr
1000 wird der Ort zum kaiserlichen Lehen und im
Jahre 1385 kam das Gebiet zur Republik Genua.
Die ursprünglich romanische Pfarrkirche Santi
Nazario und Celso wurde im Jahre 1700 als großartige
Basilika im barocken Stil wieder aufgebaut und ist
mit schönen Fresken an der Gewölbedecke
und einer Madonna von Maragliano ausgeschmückt.
Von der einstmals schlichten Kirche ist nur noch
der Glockenturm erhalten. Auch die Kirche Madonna
dei Colombi ist eine Rekonstruktion im barocken
Stil, nachdem die alte Kirche bei einem Erdbeben
im Jahre 1886 zerstört wurde.
Über einen Maultierpfad erreicht man die abseits
gelegene Wallfahrtskirche Santa Margherita mit sehr
schönen Fresken eines unbekannten Künstlers
aus dem Jahre 1500 und einem Eingangsportal mit
einem Architrav aus gehauenem Stein. Von hier aus
führt ein Wanderweg zu dem alten Bauernort
Poilarocca, vorbei an den eindrucksvollen Wasserfällen
des Arroscia, die man auch über die Alta Via
dei Monti Liguri, dem ligurischen Höhenwanderweg
erreicht. Neben dem Trekking kann man hier noch
viele andere Sportarten an der frischen Luft ausüben
wie Mountain Bike, Alpinismus, Schifahren auf den
Abfahrten von Monesi sowie Gleitschirmfliegen in
San Bernardo im Herzen der ligurischen Alpen.
"Streppa e caccia là" ist der zungenbrecherische
Name eines typisch lokalen Gerichts, das aus gezogenen
Nudeln mit gesalztem Quark oder Pesto zubereitet
wird.