Val
di VaraBrugnato.
In vorrömischer Epoche war Brugnato sehr wahrscheinlich
ein Hauptort des ligurischen Volksstammes der Briniati,
daher auch der Name dieses im Hochmittelalter gegründeten
Ortes. Die aus Bobbio kommenden Mönche von
San Colombano gründeten in der fruchtbaren
Ebene ein Kloster, das durch die Schenkungen von
Karl dem Großen sehr mächtig wurde. Die
Kathedrale der Heiligen Pietro, Lorenzo und Colombano
wurde im 9. Jahrhundert als Kloster auf dem Gebiet
des alten Begräbnisstätte der Ligurer
errichtet, wie bei archäologischen Ausgrabungen
festgestellt wurde, bei denen man auch die Grundmauern
zweier älterer Gebäude fand. In der Halbkuppel
der Apsis befinden sich drei unheilabweisende Bildnisse.
Die Madonna del Rosario des Altarflügels ist
eine der wenigen erhaltenen Arbeiten des Malers
Cesare Corte.
Im 12. Jahrhundert wurde der alte befestigte Ort
mit seiner elliptischen Form durch den neuen Ortsteil
San Bernardo erweitert, dadurch erhielt der ganze
Ort die eigentümlich Form einer Zange. Es sind
noch zwei schöne Stadttore erhalten und die
Häuser aus Sandstein, die Straßen sowie
die in der Ortmitte gelegene Piazza Maggiore. Das
Oratorium von San Bernardo entstand als Hospiz für
Pilger. In der Lactatio di San Bernardo befindet
sich ein Gemälde von Gian Lorenzo Bertolotto.
Im Kloster des Ordens der Passionsbrüder aus
dem 17. Jahrhundert kann man den schönen Kreuzgang
bewundern sowie verschiedene Gemälde von Meistern
aus der Genueser Schule.
Im Jahre 1133 wurde Brugnato zum Bischofssitz. Das
Palazzo des Bischofs wurde neben der Kathedrale
auf einem alten Kloster erbaut, das im 17. Jahrhundert
restauriert und anschließend als Seminar genutzt
wurde. Aus Anlass des Jubiläumsjahres 2000
wurde das Palazzo als Kulturzentrum wieder eröffnet.
Man kann den Empfangssaal mit der Holzdecke sowie
die Porträts der Bischöfe an Wänden
und den anderen Räumen des Gebäudes besichtigen.
Die umliegende Landschaft ist überwiegend bewaldet.
Die Wallfahrtskirche Nostra Signora dell'Ulivo auf
einem Hügel in der Nähe des Ortes ist
sehr alt, sie wurde im 17. Jahrhundert umgebaut
und im Inneren der Kirche befinden sich interessante
Kunstwerke.
Unter den zahlreichen Sportanlagen gibt es eine
Sporthalle, Fußball- und Tennisplätze.
Auf dem Vara können Kanufahrten unternommen
werden.
Ein typisches Gebäck dieses Ortes sind die
Canestrelli. Besonders bekannt ist auch der gute
Käse.