Val
NerviaRocchetta
Nervina.
Der Ort Rocca Nervina wurde von den Römern
gegründet, und bei Ausgrabungen am nahegelegenen
Monte Abellio wurde Münzen und Amphoren aus
der Römerzeit gefunden sowie Ruinen christlicher
Ansiedlungen, die auf den alten römischen Grundmauern
errichtet wurden. Im Mittelalter war der Ort eine
Durchgangsstation für die Pilger des unteren
Piemont auf dem Weg in das Nerviatal. Viele der
sakralen Gebäude dieser Gegend dienten daher
auch als Unterkunft.
Die lange Geschichte von Rocchetta Nervina bestand
oftmals aus Repressalien, Brandschatzung und Barbareien
wie durch das Herrschergeschlecht der Doria und
den Herren von Dolceacqua, diee auf den Ort ihre
Lehensansprüche erhoben hatten. Mit der Herrschaft
der Savoia ab dem 15. Jahrhundert kam etwas mehr
Ruhe in den Ort. Eine Hinterlassenschaft der Dynastie
der Savoia ist noch unter dem steinernen Tabernakel
der Kirche Santo Stefani in Form eines Ornamentes
an der seitlichen Kirchentüre zu sehen.
Rocchetta Nervina hat sein mittelalterliches Aussehen
bis heute unverändert bewahrt, und die charakteristische
Verteidigungsanlage mit einem Falltor und den beiden
Bogenbrücken, die den Ort mit der Zugangsstraße
verbinden, ist immer noch erhalten. Der Ort befindet
sich zwar etwas weiter von der Küste entfernt,
verfügt dafür aber über ein ideales
Klima für einen nicht zu heißen und ruhigen
Sommerurlaub inmitten von Olivenhainen und Weingärten.
In dieser Landschaft kann man entweder einen geruhsamen
Spaziergang machen oder auch eine anstrengende mehrtägige
Wanderung zu den Berghütten der an der Alta
Via dei Monti Liguri, dem ligurischen Höhenwanderweg,
wie auf den Paù (1063 m) und den Testa d'Alpe
(1457 m) mit zwei frisch renovierten Hütten.
Die Berge Abellio (1016 m) und Morgi (819 m) grenzen
Rocchetta gegen Westen und gegen Osten hin ab. In
den Tälern des Barbaira und des Oggia gibt
es eine Vielzahl von kleinen Wasserfällen sowie
zahlreiche Brücken über die Bäche.
Der Gipfel des Testa d'Alpe (1578 Meter) an der
Wasserscheide zum Roiatal befindet sich schon in
einer typisch alpinen Landschaft. In wenigen Stunden
kommt man so von einer schönen mediterranen
Landschaft in die kühle Umgebung des Hochgebirges.
Am Ziel einer Wanderung kann man ein schmackhaftes
Ziegenfleisch mit Bohnen oder auch eine andere lokale
Spezialität, Kaninchen alla Rocchettina, genießen.