Savonese
Varazzino und BeiguaBergeggi.
Die kleine Insel Bergeggi, ein Naturschutgebiet,
befindet sich vor der Küste zwischen dem Capo
Vado und Spotorno, einer felsigen Küste mit
zum Teil unter Wasser liegenden Höhlen, von
denen eine im Neolithikum bewohnt war. Die Ligurer
vom Stamme der Sabazi bauten hier auf dem Monte
S.Elena eine Befestigungsanlage zur Kontrolle dieses
Gebietes. Nicht weit davon entfernt wurde dann später
die Via Julia Augusta gebaut. Auf der Insel soll
sich der heilige Eugenio, der Bischof von Karthago,
auf der Flucht vor den Vandalen niedergelassen haben,
der hier nach einer Legende eine "gottlose
Schlange" überwunden haben soll und dann
bis gegen Ende des Jahres 500 auf der Insel lebte.
Sein Leichnam wurde mehr als 800 Jahre auf der Insel
aufbewahrt, um anschließend nach Noli überführt
zu werden.
Zu sehen sind noch die Ruinen eines runden Turms
aus der Römerzeit, wahrscheinlich ein Leuchtturm,
auf dem im Mittelalter ein quadratischer Aussichtsturm
auf der Höhe des Turms d'Ere am Festland errichtet
wurde. Benediktinermönche aus Lerins in Frankreich
gründeten ein Kloster auf der Insel, von dem
nur noch wenige Ruinen zu sehen sind.
Der Ort entstand im Hochmittelalter zwischen der
Befestigungsanlage und der Küste. Im Jahre
1385 wurde das Gebiet von den Genuesen übernommen,
die den Turm Rovere bauten sowie das heutige Ortsbild
mit befestigten Häusern (im Ortsteil Canata
besteht noch eines der Häuser) bestimmten,
die auf den von den "Miagge", den Trockenmauern,
gestützten Terrassen des alten Bergeggi errichtet
wurden. Die Befestigungsanlagen rund um das Capo
Vado waren immer ein Problem, angefangen bei den
Befestigungen von Santo Stefano und San Lorenzo,
die im Jahre 1620 fertiggestellt und sofort wieder
zerstört wurden, anschließend die Befestigungen
von San Giacomo und San Sebastiano im 18. Jahrhundert
und schließlich im Jahre 1915 die Festung
von S. Elena, die im Jahre 1921 bei der tragischen
Explosion der Pulverkammer zerstört wurde.
Die Landschaft wird durch die steile Küstenlinie
und die mediterrane Macchia charakterisiert, die
auch den Wald von Natte umfaßt (mit dem größten
Korkeichenbestand dieser Region) sowie durch das
Fehlen von Wasserläufen. Durch die jüngsten
Baumaßnahmen wurde der Ort, früher über
Terrassen verstreut , den sogenannten "Teci"
und "Casazze", kompakt zusammengefügt.
Gastaldi ist ein Ort aus dem Hochmittelalter mit
ansteigenden Gassen und einem alten Waschplatz.
Broxea und Negli sind unverändert erhalten,
während Santo Stefano und Scurzabò von
Bränden und der Explosion der Pulverkammer
gezeichnet wurden.
Neben dem Tauchsport kann hier auch Beach Volley
ausgeübt werden und vom Monte Mao sowie vom
S.Elena können Gleitschirmflüge unternommen
werden.