Sarzana
und LunigianaSanto
Stefano di Magra.
Santo Stefano di Magra entstand als Marktlatz an
einer zentralen Position am Zusammenfluss des Magra
mit dem Vara, einem alten Wegknotenpunkt, der auch
heute noch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt für
Autobahn und Eisenbahn zwischen Ligurien, der Emilia
und der Toskana ist.
Das Gebiet gehörte zuerst den Bischöfen
von Luni, dann Castruccio Castracane und schließlich
zur Republik von Genua.
Der Ort wird von der imposanten Pfarrkirche von
Santo Stefano Protomartire überragt. Der jetzige
barocke Stil ist das Ergebnis einer Rekonstruktion
der Kirche aus dem 14. Jahrhundert, die auf einer
alten Pfarrei erbaut wurde. Der Grundriss entspricht
einem griechischen Kreuz, das Innere der Kirche
ist mit Marmor, Stuck, schönen Flachreliefs
sowie einer auf Schiefer gemalten Verkündigung
ausgeschmückt.
Das Oratorium von San Leonardo entstand bereits
vor dem 15. Jahrhundert als eine Art Unterkunft
für die Pilger.
Im ehemaligen Palazzo des Bürgermeisters ,
das bereits im 16. Jahrhundert existierte, ist heute
die Stadtbücherei untergebracht.
Die Straße vom Cisapass führt durch ein
altes Stadttor im Norden in den Ort, das heute immer
noch sichtbar ist, zusammen mit den Spuren der Lanzen
sowie dem Pflaster aus napoleonischer Zeit, das
sich durch den ganzen Ort zieht.
Das auf dem Hügelgrat liegende Ponzano superiore
stammt ebenfalls aus römischer Zeit. Die Burg
wurde schon im 10. Jahrhundert urkundlich erwähnt.
Die alte Pfarrkirche von San Michele entstand bereits
vor dem 13. Jahrhundert, die Fassade ist heute im
barocken Stil gehalten. Die Wallfahrtskirche delle
Grazie in Ponzano Madonnetta wurde im Jahre 1648
erbaut, im Inneren der Kirche befindet sich ein
schönes Gemälde von Domenico Beccafumi,
einem Künstler aus Siena. Der Ort Ponzano Belaso
entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Anschluss
an den Bau der Brennöfen von Vaccari (Keramikproduktion)
nach dem Architekurmodell englischer Arbeitersiedlungen.
Landwirtschaftliche Anwesen bieten hier Ferien auf
dem Bauernhof an und in den Restaurants und den
Gasthöfen wird immer noch an alten gastronomischen
Traditionen festgehalten, denn diese Landschaft
wurde schon immer in allen Epochen sehr stark von
Reisenden frequentiert. Die in den letzten Jahren
veranstaltete Gastronomiemesse "Cusina d' Sa'
Steo" wurde mit ihren schlichten und wohlschmeckenden
Gerichten der bäuerlichen Küche zu einem
Geheimtip für Feinschmecker und Touristen.
Die "Scherpada" ist eine typische Gemüsepastete
von Ponzano, die man bei einem Fest Ende August
probieren kann.
In Santo Stefano wurde der Mathematiker Cesare Arzelà
geboren, in Ponzano Cesare Orsini mit dem Künstlernamen
"Magister Stopinus" einem Poeten aus dem
16. Jahrhundert, der seine Werke in einem makkaronischem
Latein verfasste.