Sarzana
und LunigianaBolano.
Von dem auf der Spitze eines Hügels gelegenen
Bolano sieht man auf die Unterläufe der Flüsse
Vara und Magra, bevor diese kurz vor Ceparana in
der Ebene zusammenfließen. Das antike "Curtis
de Bajano" gehörte zuerst den Bischöfen
von Luni und dann den Malaspina, die den Ort nach
einem Volksaufstand zu Beginn des 16. Jahrhunderts
an die Republik von Genua abtreten mussten.
Der Grundriss des Ortes stammt noch aus dem Mittelalter,
mit einem Straßendorf entlang des alten Weges
und dem alten Ort um die romanische Kirche der Santa
Maria Assunta. Von der Burg der Malaspina sind nur
noch wenige Ruinen erhalten. Im Oratorium der Heiligen
Antonio und Rocco werden ein Gemälde von Taverone
sowie antike Kreuze und Prozessionsfahnen aufbewahrt.
Die Stadttore (das Stazontor und das Chilositor)
stammen aus dem 13. Jahrhundert.
Ceparana hat sich imv ergangenen Jahrhundert mit
der Ansiedlung von Industriebetrieben in der Ebene
zwischen der kleinen Stadt und dem Fluss entwickelt.
Die Entstehung des Ortes erfolgte in der Römerzeit
entlang der damaligen Straße. Später
entwickelte sich hier ein großer Viehmarkt,
der noch mit der traditionellen Kirchweih jedes
Jahr im August fortgeführt wird.
Die Benediktinerabtei von San Venanzio wurde im
6. Jahrhundert auf einem heidnischen Tempel erbaut.
Im 18. Jahrhundert wurde das Bauwerk von der Genueser
Familie Giustiniani erstanden, die es zu einer Residenz
im neoklassizistischen Stil umbauten und dabei Teile
des alten Gebäudes sowie den Glockenturm mit
einbezogen.
Durch das Gemeindegebiet von Ceparana verläuft
die letzte Etappe der Alta Via dei Monti Liguri,
dem ligurischen Höhenwanderweg, nach einem
kleinen Abstecher in die Toskana hinter dem Übergang
von Solini. Man kann Ausritte unternehmen (Reitstall
in Ceparana), Wandern oder Touren mit dem Mountainbike
machen. Eine andere Möglichkeit sind die Wander-
und Radwege entlang des Flusses.
Der lokale Vermentino und der rote Albarola eignen
sich hervorragend zu den typisch lokalen Gerichte
der Küche des Lunigiana wie den Testaroli und
Panigazzi, die auch auf einem Fest im August serviert
werden. Das Öl und der hier gebrannte Grappa
tragen das Qualitätssiegel DOP.