SanremoSan
Remo.
San Remo, einer der bedeutendsten Anlaufpunkte des
internationalen Tourismus, liegt wie in einem Amphitheater
zwischen dem Kap Verde und dem Kap Nero.
Dieses Gebiet war bereits im Paläolithikum,
in der Eisenzeit und in der Epoche der Römer
besiedelt (Villa Matucíana in der Nähe
der Kathedrale). Im Hochmittelalter zog sich jedoch
die Bevölkerung auf Grund der zahlreichen Sarazenenüberfälle
auf die Anhöhen zurück und erbaute einen
befestigten Ort.
Die Herrschaft des Ortes ging von den Grafen von
Ventimiglia an die Genueser Bischöfe und im
Jahre 1297 an die Familien Doria und De Mari. In
der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erlangte
die Stadt ihre Unabhängigkeit und dehnte sich
über die Hügel von Pigna und San Siro
weiter aus.
In der Altstadt finden sich noch viele Zeugnisse
aus dem Mittelalter.
Die Berufung zum Elitetourismus geht auf das 19.
Jahrhundert zurück, als die ersten großen
Hotels gebaut wurden und sich die Stadt entlang
der Küste ausdehnte.
Die umgebaute Kathedrale von San Siro stammt aus
dem 13. Jahrhundert, von der ursprünglichen
Kirche ist noch die große zentrale Rosette
und ein Teil der seitlichen Bogenfenster erhalten.
Im Inneren der Kirche wird ein schönes Kruzifix
von Maragliano und eine Tafel von Pancalino mit
einer Darstellung von San Siro und anderen Heiligen
(1548) aufbewahrt. In der Nähe der Kirche befindet
sich das Oratorium dell'Immacolata Concezione (16.
Jahrhundert) mit Fresken von Merano und der Taufkapelle
mit einem Gemälde von Orazio De Ferrari, die
auf den romanischen Resten einer früheren Kirche
erbaut wurde. In der von den Jesuiten gegen Mitte
des 17. Jahrhunderts umgebauten Kirche Santo Stefano
kann man ein schönes Gemälde von Piola
und Fresken von Merano bewundern.
Die einschiffige Wallfahrtskirche Madonna della
Costa entstand im 17. Jahrhundert. Der Innenraum
ist ausgeschmückt mit Fresken von Giacomo Antonio
Boni, einer Tafel aus der Schule von Barnaba aus
Modena (Ende 14. Jahrhundert) sowie einem Gemälde
von Domenico Fiasella.
Im Palazzo Borea d'Olmo, einem majestätischen
Gebäude im Barockstil das im 18. Jahrhundert
teilweise umgebaut wurde, ist das Archäologische
Stadtmuseum untergebracht (mit prähistorischen
Fundstücken und Funden aus der Römerzeit).
Sehr schön sind auch die Palazzi aus dem späten
19. Jahrhundert, eines der interessantesten ist
die Villa Ormond mit ihrem Park und die Villa Alfred
Nobel, dem ehemaligen Wohnsitz des Wissenschaftlers.
Die orthodoxe Kirche San Basilio wurde gegen Anfang
des 20. Jahrhunderts erbaut. Aus dieser Zeit stammen
auch das Casinò Municipale, das Spielkasino
und das Jugendstilhaus von Eugenio Ferret. Umgestaltet
wurde der Portosole, der neue Sportboothafen mit
800 Bootsplätzen und Sportanlagen.
Unter den illustren Persönlichkeiten die sich
in San Remo aufgehalten haben, war auch die russische
Kaiserin Maria Alexandrovna, nach ihr wurde die
Strandpromenade benannt.
Das prestigeträchtige Gesangsfestival und der
Blumenanbau haben den internationalen Bekanntheitsgrad
von San Remo noch weiter gesteigert.