SanremoCipressa.
Cipressa befindet sich an der Talgrenze zum Rio
San Lorenzo an den Ausläufern des Monte Faudo
(1149 m) hinab zum Meer entlang einer weiten terrassenförmig
angelegten Küste, die berühmt ist für
ihre Blumenkulturen und den Olivenanbau.
Gemäß einer Legende geht der Name der
Ortes auf drei Schäfer zurück, die aus
Zypern flüchteten und am Strand der "Aregai"
(der Ertrunkenen) anlegten. Von den Korsaren von
Frassineto zerstört und später noch einmal
von den Sarazenen errichtete man im 16. Jahrhundert
den Aussichtsturm Gallinara, der auf einer Anhöhe
erbaut wurde und so die Kontrolle über einen
weiten Küstenstreifen bis nach Frankreich hinein
erlaubte. Cipressa war immer ein Streitpunkt zwischen
den lokalen Adligen und den Benediktinern von Villaregia,
die ihre Herrschaft über dieses Gebiet sehr
lange aufrecht erhielten.
In der Kirche della Visitazione aus dem 16. Jahrhundert
befindet sich ein sehr schönes Kruzifix von
Van Hike sowie eine Darstellung des Besuchs der
heiligen Elisabeth bei der Jungfrau Maria darstellt,
die der Schule von Maragliano zugeschrieben wird,
ebenso wie die Statue der Nunziata, die sich im
Oratorium dell'Annunciazione befindet, das im 18.
Jahrhundert von Filippo Marvaldi erbaut wurde.
Eine Alternative zu den Besuchen der Kunstdenkmäler
sind die Maultierpfade auf den Monte Faudo, die
auch mit dem Mountain Bike befahren werden können
und bei den Motocross-Fans sehr beliebt sind.
Der Ortsteil Lingueglietta ist ein vollständig
erhaltener Ort aus dem Mittelalter, der die Faszination
der Vergangenheit bewahrt hat, und der Besucher
kann so die Zeugnisse des täglichen Lebens
aus dem Mittelalter entdecken wie die alten Maßeinheiten,
die immer noch unter dem Haupttor angebracht sind.
Sehenswert ist auch die Kirche Maria Vergine und
der Eingang des Oratoriums dell'Annunciazione mit
einer Verflechtung der Baustile aus der Gründerzeit
(13. Jahrhundert) und den späteren Umbauten,
aus denen ein Monumentalkomplex mit einer Fülle
von sehr schönen architektonischen und künstlerischen
Details entstanden ist. Ebenso schön ist auch
S. Pietro, ein seltenes Beispiel einer befestigten
ligurischen Kirche, die aus einer Verschmelzung
religiöser Kultur mit der Militärarchitektur
des 16. Jahrhunderts entstand.