Loanese
und PietreseBoissano.
Am Fuße des Monte Ravinet (1061 m) liegen
die verstreuten Ortsteile, die zusammen die Gemeinde
von Boissano auf den Hügeln bilden, die von
der mediterranen Macchia und den Anbaugebieten der
eingeebneten Bereiche umgeben ist. Boissano war
früher im Besitz der Bischöfe von Albenga
und wurde im Jahre 1385 von Papst Urban VI an die
Republik von Genua abgetreten. Im 18. Jahrhundert
erfolgte die Besetzung durch die Spanier. Auf dem
Ravinet liegt San Pietro dei Monti (891 m), eine
wieder aufgebaute Kirche aus dem 14. Jahrhundert
mit sehr schönen Fresken im Innenraum. Nach
einer Legende wurde die Kirche von San Paolo zu
Beginn des Christentums erbaut, und einige der Ruinen
sind sogar noch erhalten. Die Kirche von Santa Maria
Maddalena und das Oratorium von San Pietro in Vinculis
entstanden dagegen im 16. Jahrhundert. Im Ort selbst
befinden sich die typischen Palazzi ohne Dachziegel
mit einer Dachterrasse, auf der früher das
Regenwasser aufgefangen wurde. In einem der Ortsteile
inmitten eines Olivenhains befindet sich der Sitz
des Centro Internazionale di Sperimentazioni Artistiche
"L. Jeanneret" (Internationales Zentrum
für experimentelle Kunst), hier werden Veranstaltungen
organisiert, Treffen und kulturelle Kundgebungen.
Zwei schöne Wege führen mitten durch die
grüne Natur, einmal der Maultierpfad von der
Ortsmitte nach San Pietrino und der Panoramaweg
Carre, der auch mit dem Mountain-Bike oder dem Auto
befahren werden kann.
Boissano ist auch ein bedeutendes landwirtschaftliches
Zentrum mit Obstanbau in der Ebene und Weinbergen
sowie Olivenhainen auf den Hügeln. Sehr bekannt
ist das gute Olivenöl aus den Ölmühlen
dieser Gegend. Nicht versäumen sollte man Ende
September das Fest der Polenta, die hier mit frischen
Pilzen serviert wird.