Fontanabuona.
Val Fontanabuona ist das Tal, das vom Lavagna durchflossen
wird , dabei verläuft es zum größten
Teil parallel zur Küste, hinter den Bergen, die
den Golf von Tigullien umrahmen. Das Gebiet umfasst
auch andere Seitentäler mit kleineren Zuflüssen.
Dieser Landstrich ist historisch eng mit der Adelsfamilie
Fieschi verbunden, angefangen von der Stadt Lavagna,
die sich an der Mündung des gleichnamigen Flusses
befindet. Jedes Jahr im Monat August lebt die Vergangenheit
mit der historischen Feier der Torte der Fieschi wieder
auf. Die Orte, denen man flussaufwärts begegnet
gehören zu den sogenannten Lehen der Fieschi,
welche auch andere Ansiedlungen mit Schlössern
oder Türmen in benachbarten Gebieten in der Provinz
Genua mit einschließen.
Seit Jahrhunderten, zusammen mit dem Trebbia-Tal
praktisch die Durchzugsstrasse zwischen Ligurien,
Emilia und der Toskana weist diese Gegend eine sehr
unterschiedliche Landschaft auf: Flusslandschaften
und mit Weinreben und Olivenbäumen bedeckte Hügel
und Anhöhen, welche die 1000-m-Grenze übersteigen.
Val Fontanabuona ist vor allem als Gebiet der Schieferbrüche
bekannt, aber auch für die unterschiedliche Handwerkskunst.
Der hochwertige schwarze Stein findet seit alten Zeiten
als Baumaterial Verwendung (bemerkenswert sind die
Schieferdächer, die man in ganz Ligurien antrifft).
Dem Schiefer ist auch ein eigenes Ecomuseum gewidmet.
In sechs Etappen erreicht man die Schieferbrüche
von San Giacomo, gleich hinter Lavagna, nur wenige
Schritte vom Monumentalkomplex San Salvatore di Cogorno
entfernt, dem Machtsymbol der Fieschi.